Business Frau

Von Höhen und Tiefen

Als emotionaler Mensch bin ich ständig von meinen Emotionen getrieben.

So gibt es Tage, an denen fühle ich mich fröhlich, heiter, zufrieden und von Grund auf Positiv, andere Tage da fühle ich mich depressiv und lustlos.

Die Achterbahnfahrt des Lebens nimmt viele Hürden mit. Es geht langsam bergauf und rasant bergab. Immer bereit die nächste Kurve mit Schwung zu nehmen.

Da kommt schnell die Frage auf, wie man die Hürden sicher meistern kann. Sogar die Frage, will man das überhaupt?

Ein Durcheinander macht sich da schnell breit.

Was nun? In schlechten Zeiten dümpelt man ja nur so dahin. Getrieben von Unlust, negativen Gedanken und begrenzendem Glauben, den sogenannten Limiting Beliefs. Klar, zu positiven Zeiten könnte alles nicht besser laufen. Es wuppt und rennt. Man ist vergnügt und sieht voller Vorfreude jeder neuen Herausforderung wacker ins Gesicht. Nichts könnte einen da raushauen.

Doch so schnell man sich auch an die Situation gewöhnen mag, sie vergehen doch irgendwann. Und dann steht man wieder im Spiegel der Unlust. Die Suppe der Gelichgültigkeit tröpfelt nur zäh aus einem heraus. Was bleibt ist ein nerviger Überrest der einfach nicht wegzukriegen ist.

Da gilt es einen Großputz anzuzetteln und alles auf den Kopf zu schmeißen.

Raus aus dem Trott. Rein in die Fahrt. Wir wollen nicht in der Warteschlange der Achterbahn des Lebens versauern. Nein. Wir wollen rauf auf die Achterbahn und eine Fahrt nach der Anderen erleben. Am liebsten gar nicht aussteigen. Mir sind doch die anderen wartenden Menschen egal. Ich will mich vordrängeln und so schneller drankommen als wenn ich den Weg der Anderen nehme.

Mag sein, dass es unfair ist, den Anderen gegenüber. Doch ich tu niemandem weh. Jeder hat die gleiche Freiheit, die ich mir herausnehme. Und wer könnte es mir auch verübeln. Schließlich denke ich nur an mich selbst. Gesunder Egoismus eben.

Bin ich dann einmal auf dem Damm, bleibe ich so lange wie es die Gedult der Anderen überstrapaziert. Bis sie nicht mehr an sich halten können und mich hochkant rauswerfen. Raus aus der Achterbahn, zurück in die Schlange. Aber nicht ohne Kampf. Ich wehre mich mit Händen und Füßen. Bereit jeden Gegner auf mich zu nehmen und mit wehenden Fahnen aus dem Kampf herauszutreten. Selbstverständlich, indem ich weiterhin in der Achterbahn bleibe.

Wen interessieren schon Regeln. Wen interessiert Anstand. Solange ich am Ende kriege was ich wollte, sind mir jede Mittel recht. Ich bringe damit Andere in ihren Nachteil? Vielleicht. Aber nur vertretbar minimal. Denn auf einen Vordrängler darf nur ein einziger der gesamten Masse eine Fahrt länger warten. Ich würde 2 Stunden warten, er nur 2 Minuten. Das nenn ich vertretbar.

Außerdem gebührt jedem einzelnen der Warter das gleiche Recht wie mir. Ich war jedoch schneller. Selber schuld. Ich halte mich vielleicht nicht an unausgesprochene Absprachen, aber gewiss jedoch an bestehende Regeln. Ich verbiege sie zu meinem Vorteil. Interpretiere sie auf meine Weise. Wer die Welt nicht hinterfragt wird ewig in der Warteschlange kleben. Denn es gibt genug Menschen die meinem Beispiel folgen werden. Ich bin nicht der Erste und werde gewiss nicht der Letzte bleiben.

Und solange die geltenden Regeln mein Handeln nicht ausschließen werde ich weiter machen. Zu meinem Vorteil. Für mein Glück. Denn das ist das Einzige was zählt. Ich bin der Einzige der mir selbst Rechenschaft schuldig sein wird, wenn ich im Lebensabend stehe. Nur ich allein werde meine Taten beurteilen. Ich werde sie für gut oder schlecht deklarieren. Nur mir selbst verzeihen oder böse sein. Und ich weiß schon jetzt genau, dass ich mir jede noch so kleine verpasste Chance bitterböse anrechnen werde.

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