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Geh auf das Mädchen ein

Wenn ich hin und wieder mal einige Flirtversuche von üblichen Jungs beobachte, seien es bewusste Versuche, oder sogar unbewusst, stelle ich immer wieder eine erschreckende Gemeinsamkeit fest.

Doch auch außerhalb der Flirtversuche, nämlich schon nur beim gewöhnlichen Gespräch, erkennt man es erschreckend oft.

Ihr kennt es sicherlich alle selbst. Man erkennt beim Gespräch, dass eine Partei munter vor sich hinerzählt, fast schon penetrant dabei wird und die andere Partei anfängt die Schotten dicht zu machen.

Diese Personen kennen einfach keine Grenzen. Ihnen fehlt das Feingefühl zu erkennen, wann auch mal genug ist. Oder wann die Personen das Interesse verlieren. Sie reden munter weiter. Ignorieren jegliche Form von Signalen, die teilweise überdeutlich ausfallen und bleiben konsequent ihrem Gesprächsthema treu.

Zumeist ist dieses Thema nämlich sie selbst.

Damit hat man dann auch noch gleich erklärt, warum sie es tun. Sie sprechen über sich selbst. Alle Menschen tun dies. Ob direkt über ihren Alltag, ihre Hobbies, ihre Freunde oder ihre Errungenschaften, oder etwas versteckter innerhalb von Geschichten, Erlebnissen oder sonstigen Anekdoten, die sie gerade beschäftigen.

Die nun hier beschriebene Spezies der Nicht-Stopper redet oftmals direkt von sich selbst. Sie wollen sich profilieren, Eindruck schinden, angeben. Gut dastehen. Besser als der Gesprächspartner zumindest. Aber auch besser vor sich selbst. Doch das ist eine ganz andere Richtung, die ich in diesem Artikel nicht gehen möchte.

Ohne Einfühl ist man Einsam

Zurück zu den Mädchen, denn um die geht es hier. Ein Junge, der zum Flirten zu einem Mädchen geht, jemand der das nicht oft macht und daher viele Probleme dabei hat, wird im Gespräch immer versuchen sich selbst gut darzustellen. Klar. Er will einen guten Eindruck erwecken und so bei ihr landen. Sie soll schließlich sehen wie toll er ist und so anbeissen.

Prinzipiell ist dem auch nichts entgegenzusetzen. Ohne guten Eindruck kann man bei dem Mädchen sowieso nicht landen. Und mit schlechtem Eindruck schon mal gar nicht.

Doch der Weg ist sehr subtil. Denn die offensichtliche Methode, nämlich Angeberei, nervige langweilige Gespräche über sich selbst oder sonstigen Prahlereien wirken nicht. Sie wirken sogar völlig gegenteilig. Es kommt genau so an. Als Angeben und als der Versuch etwas darzustellen was man in wirklichkeit nicht ist.

Welche wahren Absichten nun dahinterstecken mögen ist im Gespräch zweitrangig. Denn so negativ kommt es nun mal beim Mädchen an, ob man will oder nicht.

Unabhängig von der Prahlerei selbst führt eine begrenzte Einfühlsamkeit dem Mädchen gegenüber nie zum Erfolg. Das Leitmotiv eines erfolgreichen Flirts sollte immer sein: Es geht um das Mädchen.

Mache den Flirt zum Abenteuer für sie und für dich. Lasse dich auf sie ein und du wirst sehen, dass es so auch viel mehr Spaß macht.

Den Menschen kennenlernen

Ein ambitionierter Flirter möchte doch das Mädchen wirklich kennenlernen. Er möchte eben nicht einfach nur Flirten um sich selbst damit besser zu fühlen. Ein guter Flirter hat dies gar nicht nötig. Er braucht keine Anerkennung, muss sie sich also auch nicht zwanghaft holen. Er sieht ein Mädchen, das ihn interessiert. Er geht zu ihr, spricht sie an, lernt sie kennen, begibt sich mit ihr auf ein Abenteuer.

Und so kommt es auch, dass er sich auf sie einlässt. Er lässt ihr den Vortritt. Entdeckt ihren Charakter. Er will ihre Stärken und ihre Schwächen kennenlernen.

Sicherlich braucht es dafür ein gewisses Gespür für den Menschen. Dies, und eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein. Denn der Flirter hat, wie bereits schon erwähnt, kein Interesse daran sich darzustellen. Er muss nicht angeben, denn er weiß, dass er eine interessante Person ist.

Das allgemeine Vorgehen

Bereits in den ersten Minuten des Gesprächs erkennt der Flirter die Gemütslage des Mädchen. Wie geht es ihr? Wie ist sie so drauf? Ist sie gerade fröhlich, traurig, gestresst? Wie ist ihr allgemeiner Charakter? Ist sie eher verspielt oder eher schüchtern? Ist sie eher konservativ oder direkter?

Der Flirter muss nicht all diese Dinge bereits auf den ersten Blick sehen, denn das ist oftmals gar nicht möglich. Sicherlich hilft es eine erste Tendenz durch die äußere Erscheinung auszumachen, doch dabei kann man sich schnell täuschen. Es bedarf an viel Erfahrung, hier ein treffendes Urteil zu ziehen.

Doch bereits mit den ersten ausgetauschten Sätzen sollte er wissen wie es ihr geht, was sie für ein Mensch ist und damit auch wie er bei ihr vorgehen will.

Anhand dieser Situationen zeigt sich schnell, dass es kein Standardvorgehen beim Flirten geben kann. Es kommt immer auf das Mädchen selbst an. Schließlich hat sie einen speziellen Geschmack, eine bestimmte Vorgeschichte und ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und vom Umgang mit fremden Menschen.

Dieses Einfühlungsvermögen erlangt der Flirter durch Beobachtung und viel Erfahrung. Er kann anhand der Körpersprache schnell erkennen wie die Person wirklich denkt, oder besser, wie sie sich gerade fühlt. Mädchen sind bekanntlich emotionaler als Jungs. Dies zeigt sich ebenfalls in ihrer Körpersprache.

Verschließt sie sich also, trippelt eher ungeduldig auf und ab, wirkt sie also generel eher desinteressiert, muss der Flirter sein Vorgehen ändern. Er wechslt das Thema. Versucht neue Dinge. Er versucht sie aus ihrer Reserve zu locken. Schließlich soll sie sich bloß nicht langweilen.

Verständnis weckt Verständnis

Erkennt sie erst einmal sein Verständnis und sein Geschick schnell hinter ihre Fassade zu blicken, ihren inneren Kern zu erkennen und so auf ihre Gefülslage einzugehen, wird sie sich ihm schnell öffnen.

Fassaden werden schnell aufgebaut, weil Menschen sich mißverstanden fühlen, oder weil sie alleine sein wollen. Doch selbst wenn sie wirklich lieber alleine sein will, kann der Flirter ihr immernoch zeigen, dass er sie versteht und sich so dankend von ihr verabschieden. In den wenigsten Fällen wird sie dann wirklich das Gespräch beenden. Fühlt sie sich verstanden wird sie sich viel eher öffnen und ein interessantes Gespräch beginnen.

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