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Routine Game vs. Natural Game

Kann es nur einen geben?

In der Flirtszene wird zwar niemals in dieser harten Trennung unterschieden, doch Kenner sollten mit der Zeit zwei Lager ausmachen können.

Das eine Lager beschreibt das Routine Game. Es sind feste Methoden, angeführt von der allseits bekannten Mystery Method, die in einer bestimmten Abfolge beim Flirten helfen. Die Abfolgen beschreiben das gesamte Spiel, vom ersten Ansprechen bis zum finalen Ziel. Es gibt feste vorgehensweisen, unterschiedliche Phasen und Situationen und natürlich die Sprünge von der Einen zur nächsten Phase. Man weiss genau wann man sich wie verhalten soll und welche Richtung man wählt.

Das Routine Game ist bestimmt von definierten Abfolgen. Es sind universale Systeme die von PUAs entwickelt, bzw. erörtert wurden, um ans Ziel zu kommen. Zwar kann hier und da improvisiert werden, jedoch wird propagiert die feste Abfolge der Einheiten nicht groß verlassen zu können.

Dem entgegen steht das Natural Game. Naturals sind bekannt als Flirter, die nicht der Szene folgen, zumindest nicht zwangsläufig. Sie sind auf natürliche Weise erfolgreich mit Frauen und haben bereits früh angefangen die sozialen Strukturen zu erkennen und diese auch zu nutzen. Sie haben einfach Erfolg, ohne wirklich zu wissen warum.

Das Natural Game ist ein etwas anderer Ansatz an die Flirtszene. Es gibt keine festen Strukturen, keine Methoden, keine Abfolge von Aktionen. Es beschreibt viel mehr die inneren Eigenschaften des PUA und wie er mit seiner Umgebung im Allgemeinen interagiert.

Welche ist nun besser?

Klar hat jede Methode ihre Vorzüge und ihre Makel. Der perfekte Weg ist selbstverständlich nicht dabei. Jedoch kann man für eine bestimmte Person doch recht gut bestimmen, welcher Weg der Bessere ist.

Für Anfänger

Die strikten Methoden, festen Vorgaben und guten Erklärungen des Kontext, die das Routine Game ausmachen, eignen sich wunderbar für Anfänger des Themas. Vorallem für sehr schüchterne Personen helfen die festen Strukturen sich schnell einzufinden.

Man lernt die Sprache relativ schnell und bekommt so einen guten Überblick.
Die Lernkurve ist so für einen Anfänger viel steiler. Er macht rasche Fortschritte und erfährt frühzeitig erste Erfolge.

Eher nachteilig könnte sich auswirken, dass man sich schnell festfährt. Jemand der nur die eine strikte Routine lernt, wird sicherlich erfolgreich werden. Jedoch ist es für ihn schwieriger aus diesen Routinen herauszutreten. So kann es vorkommen, dass er an ein paar Sackgassen gerät, sogenannte Sticking Points, die er mit seiner Methode nicht überwinden kann. Der Sprung in andere Routinen oder gar ins Natural Game ist so schwerer und lässt einen wieder an die erste Zeit als Anfänger denken. Zudem ist die Gefahr sehr hoch, dass man auch beim Versuch etwas anders zu machen doch lieber zu seinen altbewährten Methoden zurückgreift, da sie schließlich auch funktioniert haben.

Beginnt man bereits von Anfang an mit dem Natural Game, sieht die Sache anders aus. Man erfährt nur mäßig Erfolge und es kommt einem sehr schleppend vor. Man muss viel mehr lernen, sehr an sich selbst arbeiten um Fortschritte zu erleben.

Die Lernkurve ist eher flacher. Doch läuft man auf diesem Weg weniger Gefahr zum Social Robot zu werden.

Ein Social Robot nennt man einen PUA, der ständig und in jeder Sekunde an seine Routinen denkt. Gewöhnliche Interaktion ist mit diesen Personen sehr schwierig. Ständig versuchen sie jede Aussage zu interpretieren und so die Überhand über den Gesprächspartner zu gewinnen. Sie sehen nicht jede psychologische Tiefe der Personen, sondern schauen oberflächlich nur auf Status und Wert der Mitmenschen.

Für Fortgeschrittene

Jemand der bereits erste Erfahrungen mit einigen Routinen gemacht hat und nun richtig in die Tiefe des Game einsteigen will, hat so gute Möglichkeiten mit Routine Game neue Horizonte aufzutun.

Jemand der mit Routinen angefangen hat, hat jedoch noch bessere Chancen beim Wechsel ins Natural Game. Hier lernt man auch Randgebiete des Game, die von den gewöhnlichen Routinen selten behandelt werden.

Man geht im Natural Game viel tiefer in die Materie und hat so die Möglichkeit seinen eigenen Weg aufzutun. Der PUA erkennt sich selbst, seine Stärken und Schwächen. Er entwickelt so mit der Zeit und mit steigender Erfahrung seine eigene Methode.

Meisst kann er sie nicht direkt in Worte fassen, noch seltener anderen Menschen beibringen, doch er hat für sich und sein Leben Erfolg.

Fazit

Wie immer im Leben gibt es auch hier nicht die richtige Methode.
Erfahrungen belegen jedoch, dass der Schritt zum Natural Game fast unweigerlich ist. Wer immer weiter lernen will und das Game weiter verfolgt, der wird zwangsläufig zum Natural Game wechseln. Meisst geschieht dieser Schritt jedoch völlig freiwillig, da man eben nur damit seinen Horizont erweitern kann.

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