Der 100ste Artikel
Ich sitz da und überlege mir schon eine ganze Weile, über was genau ich in meinem 100. Artikel schreiben will. Es ist schließlich ein Jubiläum. Da will ich ja nichts schreiben, das ich sonst auch immer schreibe. Es muss schon etwas Besonderes sein.
Also habe ich einen Artikel angefangen. Über nichts weniger als den Sinn des Lebens. Und irgendwann mittendrin, wie so oft bei meinen Artikel, gibt es dieses Tief. Ich steck noch im Artikel, und kämpfe mit seinen eigenen Tücken.
Doch dann merke ich auch schon das Dilemma. Es ist wieder ein Artikel wie die Anderen auch. Nichts Besonderes. Nichts Herausragendes. Selbstverständlich gebe ich mir mit nahezu jedem Artikel meine Mühe und jeder für sich ist natürlich etwas Besonderes. Jeder Artikel ist gleichermaßen wichtig, wie hilfreich.
Und dennoch möchte ich mit diesem Jubiläum herausragen. Einen anderen Typ von Artikel schreiben. Es muss also etwas Anderes passieren.
Mehr Persönlichkeit
Das ist die logische Schlussfolgerung. Ich schreibe mehr Persönliches. Mehr über mich selbst, und meine mir eigenen Probleme. Über Grenzen, an die ich stoße, Ängste die ich gerade habe, oder auch positive Dinge, die mir gerade widerfahren.
Doch auch hier gibt es nicht viel Herausragendes. Ich öffne mich bereits in jedem Artikel ein Stück. Gebe immer wieder Dinge über mich preis, die meine Bekannten nicht kennen. Und darunter fallen alle möglichen Situationen. Peinliche, fröhliche, traurige wie frustrierende Momente. Alles ist dabei.
Mehr Persönlichkeit geht also nicht.
Gute Aussichten
Natürlich könnte ich auch die nächsten größeren Schritte des Unternehmens aufzeigen. Tweep Consulting gibt es schließlich bald 2 Jahre. Und schon wieder ein Problem.
In wenigen Monaten feiert Tweep Consulting sein 2 jähriges Bestehen. Und an diesem Jubiläum wird wieder ein Artikel fällig. Damit also auch Aussichten auf die nächsten größeren Schritte. Neben der Tatsache, dass diese sich eh immer wieder ändern, sollte ich dem nächsten Jubiläum also nichts vorwegnehmen. Außerdem muss dies gut geplant werden und bedarf seine Zeit.
Doch dieser Artikel möchte schnell raus, denn den 100. gibt es ja nur ein mal.
Danksagungen
Ich könnte all meinen Lesern und Helfern danken. Aber mal Ehrlich, interessiert euch das wirklich? Ich selbst überspringe in jedem Buch die Danksagungen. Es betrifft schließlich nur die, die auch wirklich hier aufgeführt werden. Und eine pauschale Aussage für alle Anderen ist langweilig. Und unpersönlich.
Fallen diese also auch noch weg.
Rückblick
Gibt es wirklich viel zum Zurückblicken? Klar. Es gibt 100 Artikel, auf die man zurückblicken kann. Doch dafür muss ich nichts Neues schreiben, denn die kennt man ja schon. Leser, die bereits lange da sind, kennen diese eh. Und neue Leser interessieren sich wahrscheinlich nicht für die Artikel vor dem Themenwechsel des Blogs.
Damit könnte man zumindest einen aktuellen Statusbericht schreiben. Wie fühl ich mich exakt in diesem Moment? Wie geht es mir? Wo stehe ich? Damit rutsche ich jedoch fast schon wieder in die persönliche Schiene.
Nonsense
Ich schreibe gerne über Nonsense. Der letzte Artikel zum Beispiel war hier eine schöne Abwechslung. Doch zweimal Nonsense hintereinander ist auch nicht sinnvoll. Schließlich will man ja auch was lernen. Vielleicht nicht genau im 100. Artikel, aber warum denn eigentlich nicht?
Eine kleine Lehre
Oder noch besser…
Eine kleine Anregung
Toll wäre doch ein kleiner Satz, der viel im Kopf auslöst. Vielleicht in Form einer Weisheit, oder einer kleinen Geschichte. Ein Spruch, über den man noch Tage danach nachdenkt.
Ein kleiner Geniestreich eben. Kann schließlich nicht so schwer sein. Oder? Die Kernfrage ist jedoch, werde ich je zufrieden sein mit dem Ergebnis?
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08 April 2009 10:45
Muss man wirklich etwas “besonderes” in einem 100. Artikel schreiben? Den Inhalt oder die Qualitaet eines Artikels an der Nummer festmachen zu wollen muss immer scheitern. Schliesslich ist die Zahl etwas dem Artikel zufaelliges. Wenn man jedoch versucht etwas zufaelliges fuer sich selbst massgeblich zu machen entsteht ein Zwang bei dem das Resultat voellig ungeachtet der wahren Qualitaet meistens unbefriedigend bleibt. Daher sollte man sich diesem Zwang gar nicht erst hingeben.
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