Business Frau

Mit Gewohnheit zum Erfolg

Bin ich Erfolg gewöhnt, oder nur verwöhnt?

Die Szene der Produktivitätsgurus, der Motivationstheorien und der vermeindlich erfolgreichen Menschen spricht wiederkehrend von den Gewohnheiten die man im Alltag hat.

Habit is destiny, Gewohnheiten sind Schicksal, heißt es. Was bedeutet das?

Es heißt, die Gewohnheiten die wir heute haben, bestimmen unser Leben, und den Weg den wir gehen werden. Wir haben nur bedingt Einfluss auf unseren Lebensweg. Wer es nicht glaubt, dem mag ich nur einmal das Wort Schweinehund ans Herz legen.

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Dinge die wir ständig tun. Wir tun sie immer wieder, in jeder Situation. Ob wir krank sind oder gesund. Ob wir viel Zeit haben, oder unter Termindruck stehen. Ob wir gestresst sind oder entspannt. Die Gewohnheiten passieren einfach.

Es klappt so wunderbar, weil wir sie verinnertlicht haben. Wir machen sie unterbewusst. Und das Unterbewusstsein ist viel stärker als man selbst.

Das beste, und wohl meißt zitierte Beispiel, ist das Autofahren. Wir denken nicht mehr bewusst daran den Gang zu wechseln, oder bei einer Ampel zu bremsen. Es passiert einfach, während wir bewusst durch die Gegend schauen, oder fröhlich mit dem Radio mitsingen.

Und gerade da sie unbewusst passieren, wir eben nicht darüber nachdenken, funktionieren sie. Wir müssen uns eben nicht darauf konzentrieren etwas zu tun, sondern tun es einfach wie ein Roboter. Ob wir uns gerade danach fühlen oder nicht.

Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wie man so schön sagt, und von Natur aus sehr faul, ist es normal, dass man sich die bewusst vorgenommenen Sachen nicht lange zu Herzen nimmt. Man wird beeinflusst von Unlust, Krankheiten, Stress oder sonstigen äußeren Einwirkungen. Da wird man schon schnell einmal verwönt, und läßt die guten Vorsätze einfach sausen.

Dabei geht man einfach den falschen Weg.

Der Moloch des Bewussten

Jemand der eine stupide Aufgabe machen muss, wie Erbsen sammeln, würde wahnsinnig werden, wenn er sich auf jede einzelne Erbse konzentrieren müsste. Zu viele Eindrücke würden sich ständig wiederholen. Wie in einem Alptraum.

Doch der Mensch verstumpft schnell und bemerkt nach einer Weile gar nichts mehr. Man nennt es das Reticular Activation System das in irgend einem Bereich des Gehirns reagiert. Genaue Details sind für unseren Zweck hier sinnfrei, also muss ich auf diese hier auch nicht weiter eingehen.

Wichtig ist also zu wissen, dass unterbewusste Prozesse siegen werden. Auch gegen bewusste Prozesse die man versucht dagegen zu steuern.

Ändert also die Gewohnheiten

Um nun also auf den Kurs zu gehen, den ich mir wünsche, muss ich meine Gewohnheiten anpassen. Das ist schwer, aber möglich. Niemand hat gesagt, dass es leicht wird. Aber gute Vorsätze sind ebenfalls nicht leicht, funktionieren nur leider nicht so richtig.

Ich muss mir also meinen Gewohnheiten bewusst werden. Ich muss sie beobachten, qualifizieren und analysieren. Am Besten mach ich mir eine Liste meiner Gewohnheiten die ich im Zusammenhang mit dem Bereich beobachte, den ich gerade verbessern möchte.

Wenn ich beispielsweise abnehmen möchte, muss ich meine Ernährungsgewohnheiten, so wie auch meine Einkaufsgewohnheiten beobachten. Ich esse was ich einkaufe. Hier muss ich also ansetzen. Wenn ich meine Einkaufsgewohnheiten ändere, bin ich gezwungen auch meine Ernährungsgewohnheiten daran anzupassen. Und so kann ich mit Gewohnheit meinem Ziel des Abnehmens sinnvoll nähertreten.

Der Trick ist also, nicht direkte Handlungsaufgaben für das neue Ziel zu verfassen, sondern Indirekte. Es nützt nichts, wenn ihr euch vornehmt jeden Tag 2 Stunden für euer Unternehmen zu arbeiten, wenn eure Gewohnheiten dem entgegenstehen. Verändert jedoch euren Alltag, eure Gewohnheiten so, dass ihr auf natürliche Weise reinrutscht in die Situation, dann werdet ihr auch Erfolg ernten können.

Ändert eure Gewohnheiten, und lasst sie euch selbst verändern

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

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