Meine letzte Woche – Teil 2
Es kommt schon nicht allzuoft vor, dass wir zweimal in der Woche ausgehen. Und dann auch noch zwei Wochentage. Ne, das ist schon anstrengend. Trotzdem hatten wir Spaß wie die kleinen Kinder, die gerade ein Eis bekommen haben, nachdem sie schon eines hatten.
Wir waren also auf einer Studentenparty. Und diesesmal kamen wir auch rein. Man muss nur die richtigen Connections haben, dann ist sowas auch kein Problem.
Schon als wir den Raum betraten, haben wir den Vibe gespürt. Die Menschen reagierten auf uns. Klar, wir betraten selbstbewusst, und offen das Gebäude. Der Abend konnte losgehen, und wir hatten auch viel vor.
Nachdem wir also das Gebäude gründlich angeschaut haben, die einzelnen Tanzlocations abgecheckt haben, und bereits frühzeitig angefangen haben uns mit den Barkeepern und Security anzufreunden, sind wir in einen kleinen abgetrennten Raucherbereich gegangen um den Abend zu besprechen. Wir erzählten uns, was wir so vorhatten. Welche Spiele wir spielen wollten, und wieviel Gratisgetränke wir gewinnen wollten. Das ist unser Vorglühen. Von wegen Trinken, wir machen uns Heiss mit Spielen und Routinen die wir ausprobieren wollen. Es macht Spaß. Es ist das Spiel.
Danach sind wir auf die Tanzfläche geschlendert um etwas zu tanzen. Am frühen Abend ist sie doch ganz leer, und so haben wir genug Platz uns gemütlich ausbreiten zu können.
Aber wollen wir uns nicht mit dem Vorgeplänkel beschäftigen. Ich weiss doch genau was euch Leser hier interessiert. An der Bar konnte es dann endlich losgehen.
Ein Mädchen stand bereits da, und hatte gerade ihren Drink bestellt. Ich bin gemütlich dazugestoßen und fragte Was hast du denn da bestellt?. Bereits mit einem Lächeln signalisierte sie grundsätzliche Offenheit für ein Gespräch. Maracuja Daiquiri ist das antwortete sie. Schon mit einem leichten Grinsen auf den Lippen konnte ich nicht anders. Na dann weiss ich ja genau was ich nicht bestellen sollte. Ein neckisches Boxen ist ein eindeutiges Zeichen für Interesse. Und das kam prompt, gefolgt von einem Streichen durch die Haare.
Ich bestellte also einen anderen Drink, für meinen Kumpel, denn ich bleib grundsätzlich nüchtern auf Partys. Früher hab ich gerne getrunken, viel Mut und Lockerheit. Doch mit einem klaren Kopf kann man sich viel besser konzentrieren, und natürlich flirten.
Man sollte ruhig auch mal Gespräche verlaufen lassen. So bleibt die Spannung auch den weiteren Abend über erhalten. Nachdem das Mädchen also wieder abgezogen ist, sind wir erstmal zum Chefveranstalter der Party gegangen, um ein bisschen zu schnacken. Wenn man mit wichtigen Leuten gesehen wird, steigert das das Ansehen. Sei es bewusst oder unbewusst, die Leute bekommen soetwas mit. Und je später der Abend wurde, und je öfter man mich und meinen Kumpel mit den verschiedensten Leuten zusammengesehen hat, umso besser reagierten die Menschen auf uns.
Es kam sogar so weit, dass sich die Mädels uns in den Weg gestellt haben, damit wir sie ansprechen. Mit hoffnungsvollem Blick warteten sie, und flirteten mit ihren Augen. Wer braucht schon Drogen, wenn er eine solche soziale Akzeptanz erfährt?
An diesem Abend konnte ich sogar Werbung für den Workshop machen. Da hab ich einfach zufällig mit einem fremden Typen gequatscht. Na suchst du auch deine Leute? fragte ich ihn, als er suchend vor mir auf der Tanzfläche stand. Ja, aber wir können auch hierbleiben und so tun als würden wir hierzu gehören.. Da fühlte ich mich herausgefordert. Hast Bock Frauen aufzureissen?. Stellt euch vor, der Typ war einen Kopf größer als ich, aber wurde aufeinmal ganz klein. Sowas machst du? Ist ja garnicht so einfach.. Doch klar, machst mit?, und schon war sein Interesse geweckt. Naja warum nicht, hab eh nichts Besseres zu tun.. Wir sind also runter von der Tanzfläche, und in einen ruhigeren Bereich gegangen.
Ich zeigte ihm eine kleine Gruppe von zwei Mädchen, und wir sind schon los. Spiel einfach mit, hab ich ihm noch gesagt. Schon standen wir bei ihnen. Und ihr werdet euch wundern. Nachdem das Gespräch einmal im Gang war, und der Typ schon aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen ist, kam noch eine Freundin der Beiden hinzu, und hat ihn angesprochen. Ich hab kurz darauf mitbekommen, wie er irgendwo mit dem Mädel dastand, und im tiefsten Gespräch verwickelt war. Mein Job war also erfüllt.
Diese Situation kam dann kurze Zeit später nochmal so auf. Ich eröffnete eine Gruppe wieder mit dem Village-People-Opener. Eine Gruppe von drei Mädchen, die schnell eifrig dabeiwaren die restlichen zwei Village People zu erraten. Da kamen die verrücktesten Antworten. Lehrer, Metzger, Haarstylist, Rechtsanwalt. Ich konnte garnicht so schnell reagieren. Währenddessen kamen dann auch noch mehr Mädels hinzu. Und die Mädels haben sich gegenseitig die Aufgabe erzählt. Schnell standen etwa 10 Leute um mich herum und wollten alle meine Aufmerksamkeit, und die Village People mitraten. Und auch hier wurde der Typ, den ich mitgenommen habe, von einem Mädchen angesprochen. Voller Erfolg.
Ich habe also an diesem Abend zwei weitere Personen für den Workshop gefunden. Jetzt sind nurnoch 3 Plätze übrig. Mal sehn wer sich da noch meldet.
Eine Situation war ganz besonders witzig. Zwei Mädchen standen da, und ich bin sofort hingegangen. Bisschen gequatscht, und Scherze gemacht. Irgendwann wollte ich dann den Best-Friend-Test machen. Nachdem die Routine fertig war, hab ich die, bereits bei der letzten Party erprobte, Folgeroutine gestartet. Und in jeder Freundschaft, so sagt man, gibt es ein liebes Mädchen, und ein böses Mädchen.. Sofort kommt natürlich die Frage Und wer von uns ist die Böse?. Es ist schon erstaunlich wie Frauen immer nur danach fragen. Wen interessiert auch schon wer das liebe Mädchen ist?
Kurz vorab. Beim Best-Friend-Test heisst es, wer zuerst zur Anderen schaut ist die die mehr Anerkennung von der Anderen sucht. Sie ist also eher die Unterwürfigere von den beiden. Nach dem Test erkläre ich dies auch. Also zurück zum bösen Mädchen.
Das böse Mädchen bist…... Ich mache eine kleine Pause, schau durch die Gegend, mache es also spannend. Dann zeige ich auf die, die zuerst geschaut hat, also die Unterwürfigere.
Interessanterweise stimmt dies auch öfter. Die Mädchen lachen also, und stimmen zu. Sie rechnen damit, dass man die nennt, die weniger Anerkennung sucht. Aber nein, man überrascht einerseits mit dieser Entscheidung, und andererseits damit, dass man öfter Recht hat. Ich liebe diese Routine.
Nachdem ich also auch noch ein Gratiswasser gewonnen habe, und sie es mir holen mussten, konnte ich noch ein bisschen die Party erkunden. Überall sah man Blicke von Menschen. Es gab Komplimente zu meinem Hut, und offene und lächelnde Gesichter.
Der Abend hat einfach nur richtig Spaß gemacht. Wir hatten viel Freude, konnten Lachen und Menschen ärgern. Wir waren nicht zu bremsen. Genauso wird es ab jetzt immer werden.
Was habe ich gut gemacht?
Es war von Anfang an sehr cool. Viele Leute kennengelernt, und überall mal gewesen. Ich hatte Spaß, und habe Leute zum Lachen gebracht. Und ich habe Werbung für den Workshop machen können. Was will man mehr?
Was habe ich nicht gut gemacht?
Wenn es etwas gab, dann, dass ich mich nicht gut in die Gruppe eingeschlossen habe. Ich stand immer dabei, aber wirklich eher so als Beisteher. Ansonsten müsste ich noch das lockere Gespräch besser üben, weil ich viele Routinen durchgezogen habe. Weniger ist hier wohl mehr.
Tipps für das nächste Mal
Ich werde lernen mich in die Gruppe zu schliessen, und dabei das lockere Gespräch vertiefen. Ansonsten nochmals versuchen den ganzen Raum so zu öffnen, wie es hier geschehen ist.
Diese Woche wird der Workshop fertiggestellt. Denn ich plane nächste Woche schon den ersten Testdurchgang zu machen. Ein Gratis Flirtworkshop. Nur ich kann so verrückt sein. Aber wenn ich gute Qualität anbieten will, muss ich diese auch unter Beweis stellen. Anmeldungen werden noch angenommen. Also bis dann, euer Smooth.
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