Business Frau

Tag 5 - Die Entwicklung des Prototyps

Der heutige, fünfte Tag der Reihe “Gründe dein Unternehmen in 7 Tagen” wird für die Fertigstellung eines Prototypen meines Web 2.0 Unternehmens verplant.

Wie am Vortag definiert, weiss ich nun wie genau ich meinen Prototypen umsetze, welche Tools ich verwende, und welche Kernfunktionalität ich zuerst umsetze. Ich weiss, dass ich in einem frühen Stadium nur eine Basisfunktion umsetzen muss, und bereits damit früh an den Start gehen kann. Ich konzentriere mich also heute auf diese Funktionen, und werde nicht in Featuritis ausbrechen.

Wenn ich alles selbst entwickeln möchte, heisst das, dass ich bereits Erfahrung im Programmieren gesammelt habe, oder dass ich wahnsinnig genug bin es an einem einzigen Tag zu versuchen. Tatsächlich lässt sich mit einem Framework wie Ruby on Rails, und einem Tutorial, entweder per Video, oder im Web oder beides, eine Applikation in ein paar Stunden aufbauen. Ich kann also anfangen zu coden, mit ein bisschen Musik, einem starken Kaffee, und einer gehörigen Portion Ruhe und Einsamkeit.

Wenn ich Tools zur Unterstützung verwende, oder ganze Applikationsbaukästen, lade ich mir also alle nötigen Programme runter, und stelle meine Applikation lokal fertig. Auch hier geh ich davon aus, dass ich bereits Erfahrung mit dem Aufsetzen eines Webservers habe, und damit keinerlei größere Probleme haben sollte eine erste Version meiner Homepage lokal zu erstellen.

Beim Umsetzen meines Basiskonzepts werde ich wahrscheinlich gewisse Punkte ändern müssen. Ich werde bestimmte Funktionen etwas anders realisieren, und andere Features hinzufügen. Das Abweichen vom Basiskonzept ist üblich in der Umsetzung. Wichtig ist hierbei jedoch, dass ich größere Änderungen dokumentiere. Ich sollte im Basiskonzept festhalten, warum ich eine Abweichung eingebaut habe, und was mich dazu gebracht hat dies nun so zu wählen. Es sollte am Ende transparent erkennbar sein, wie es zu dem fertigen Prototypen gekommen ist.

Warum ist das so wichtig? In der Entwicklung einer Applikation, sei es mit unterstützenden Tools, oder aber auch durch Eigenentwicklung, lässt man sich sehr schnell durch Details ablenken. Man kriegt während der Umsetzung neue Ideen, und bedenkt Punkte, die vorher nicht durchdacht wurden. Dies ist üblich, und allen Entwicklern wohl bekannt. Ich sollte jedoch weiterhin versuchen zielführend an die Sache heranzutreten. Wenn ich mich also dazu zwinge genau zu dokumentieren, welche Änderungen ich warum vornehme, dränge ich mich selbst dazu offen über die Sache nachzudenken, und selbstkritisch abzuwägen. Schließlich sollte ein Dritter beim Lesen des Basiskonzepts mitsamt der Änderungen jede Wendung verstehen können.

Habe ich also nach der ganzen Entwicklung einen ersten Prototypen geht es ans erste Testen. Ich sollte prüfen, ob das erste Arbeiten mit meinem Produkt funktional ist, und ob ich damit so online gehen kann.
Wenn es eine Blogsoftware ist, ist das Testen relativ schnell vollzogen. Ich sollte mich hier mit den Basisfunktionalitäten ausseinandersetzen, und mir einen eigenen Workflow aneignen.

Ist es ein WebCMS, sollte ich auch hier prüfen, ob ich mit der Software umgehen kann, und ob ich weiss wie ich einzelne Seiten online stelle, oder wieder entferne, und wie ich schnell kleinere Designs ändern kann.

Ist es eine Community, sollte ich ein paar Freunde darum bitten sich mit der Software zu beschäftigen, und zu schauen, ob man untereinander in Kontakt treten kann.

Wenn es eine eigene Software geworden ist, sollte ich ebenfalls meine Freunde um einen Test bitten. Hier sollten diese darauf achten, ob die Benutzung intuitiv ist, und ob sie auch Spass dabei haben die Funktionalitäten auszuprobieren. Ist dem nicht so, könnte der Start problematisch werden. Doch wenn ich an diesem Punkt keine Möglichkeit mehr habe es zeitnah anzupassen, kann ich immernoch einfach an den Start gehen, und die Funktionalität hinterher anpassen. Die Community wird mir hier sicherlich genug Feedback geben. Ich sollte nur sichergehen, dass sie auch die Möglichkeit dazu hat, in Form von Formularen, oder einer E-Mail Kontaktadresse im Impressum.

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