Tag 4 - Die Auswahl der richtigen Tools, und erstes Prototypkonzept
Am vierten Tag der Reihe “Gründe dein Unternehmen in 7 Tagen” werde ich das Umsetzen der Homepage beginnen. Am Ende des Tages wird zumindest ein Prototypkonzept entstehen, vielleicht sogar auch schon die erste Entwicklung an der Homepage angefangen, je nach Konzept.
Und genau hier liegt nun der Knackpunkt. Ab hier trennt sich die Einheitlichkeit der Möglichkeiten. Es kommt heute nun sehr auf das umzusetzende Konzept an, welche Schritte nun begangen werden. Ich kann lediglich Anhaltspunkte bieten, wie die nächsten Schritte am heutigen und morgigen Tag aussehen könnte.
Die erste Frage sollte sein Entwickel ich meine Internetseite selbst, oder lasse ich sie entwickeln?. Oder aber Benutze ich vorgefertigte Tools, oder erstelle ich alles neu?.
Mit einer Eigenentwicklung habe ich die volle Kontrolle über die Funktionen und die Umsetzung meiner Homepage. Jedoch kann nicht jeder Programmieren, und hat vielleicht keine Möglichkeiten über Freunde, oder eine Eigenfinanzierung von Fremdprogrammierern, sich die Homepage entwickeln zu lassen.
Glücklicherweise bietet das Internet sehr viele Tools an, ohne Programmierkenntnisse eigene Homepages, und Applikationen verschiedenster Art leicht aufzusetzen.
Dabei sind den Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Es gibt Tools für die Erstellung eines Weblogs, mit vielen zusätzlichen Funktionalitäten (Wordpress, Serendipity), CMS Systeme zum Erstellen von Homepages (Plone, Typo3), Software zum Aufsetzen eines Webshops (Magento), und sogar schon Software zum Erstellen eines eigenen CRM Tools (Iceberg).
Auch eine ganze Community kann ich bereits ohne zu Programmieren aufbauen. Unter t3n.yeebase.com, mit den Softlink Nummern 2077 und 2048 finde ich eine Linkliste verschiedenster Systeme für diesen Einsatzzweck.
Ich kann also versuchen meine Idee mit vorgefertigten Baukastentools zu erstellen, und kann so sehr schnell meine Homepage entwickeln. Dabei habe ich in den meissten Fällen sogar die Möglichkeit unterschiedliche Designs einzubauen, um meiner Seite den von mir gewünschten individuellen Touch zu verleihen. Auf diese Weise kann ich zuersteinmal zu einem sehr frühen Zeitpunkt starten, und dann nach dem Launch in Ruhe die Seite meinen weiteren Bedürfnissen anpassen.
Wenn ich beispielsweise einen Webcomic erstellen will, so gibt es auch sehr viele Gratistools im Internet, die mich bei der Erstellung unterstützen. Und wenn ich ein Video drehen will, kann ich auch sehr gute kostenlose Open Source Tools im Netz finden. Und hierfür brauche ich in der ersten Phase sogar garkeine Seite. Ich kann die vielen bekannten Video-Communities nutzen um erste Aufmerksamkeit zu erlangen, und so prüfen, ob meine Idee auch fruchtet. Wenn es dann erfolgsversprechend wird, kann ich auch zu einem späteren Zeitpunkt eine eigene Homepage erstellen.
Am heutigen Tag sollte ich also entweder bereits mit der Erstellung einer Basisapplikation beginnen, zuerst auf dem Papier versteht sich, oder aber mit der Auswahl der richtigen Tools zum Erstellen meiner Internetseite.
Konzeptionieren
Wenn ich meine Applikation selbst entwickeln will, sollte ich mich erstmal um ein Basiskonzept bemühen. Ich sollte mich für einen frühen Start nur mit den grundlegendsten Funktionen beschäftigen, und diese korrekt umsetzen. Auch nach dem Start kann ich in regelmäßigen kurzen Itterationsstufen weitere Funktionalitäten hinzufügen, und so auch meine User bereits früh an die Seite binden. Ich kann hier sogar diese selbst fragen, welche Features als nächstes gewünscht werden. Doch auch nur zum Testen der Applikation eignen sich die Benutzer wunderbar. Sehr viele Web 2.0 Applikationen starten bereits früh mit einer Closed Beta Phase, um dann bei einer ausreichenden Fülle an Features in eine offene Beta Phase zu treten.
Doch eine solche Roadmap, welche Features zu welchem Zeitpunkt, und in welcher Häufigkeit diese Neuerungen erscheinen, sollte ich bereits in meinem Geschäftskonzept am Vortag spezifiziert haben. An diesem und dem kommenden Tag sollte ich nurnoch mit der Umsetzung meiner vorgefertigten Idee beschäftigt sein, um viel erreichen zu können.
Sollte ich mich für eine Eigenentwicklung entschieden haben, und bin ich fähig dies auch selbst zu übernehmen, sollte ich sehr früh, jedoch definitiv nach der Erstellung des Applikationskonzepts, mit der Entwicklung beginnen. Je komplexer die Applikation sein soll, desto enger wird nämlich der Zeitplan. Ich sollte definitiv versuchen sehr viele Tools zu nutzen. Ruby on Rails sei hier einmal erwähnt, mit dessen Hilfe man eine Applikation viel schneller entwickeln kann, als ohne ein solches Framework.
Hosting
Zuguterletzt sollte ich natürlich auch das Hosting bedenken. Möchte ich lediglich einen Webspace mit einer Domain, oder möchte ich einen ganzen Server haben? Ein Webspace ist sicherlich günstiger, und bedarf weniger Wissen und Aufwand, doch bietet zudem auch viel weniger Freiheiten als ein eigener Server oder V-Server.
Ein V-Server bietet den Komfort von Freiheit, bei einem sehr günstigen Preis. Wenn ich etwas Ahnung von Administration habe, oder einen Freund oder Verwandten habe, der mir beim Einrichten helfen kann, sollte ich mit einem V-Server eine optimale Lösung finden.
Zuletzt sollte ich mir spätestens heute Gedanken über einen Domainnamen machen. Eine eigene Domain ist Quasi-Pflicht für den Erfolg einer Homepage. Jedoch sollte ich mir zweimal überlegen, ob ich die bekannten und vielbenutzten Namensschemata von erfolgreichen Web 2.0 Unternehmen benutzen möchte (Beispiel Flickr oder YouTube), oder ob ich mir einen eigenen Namen ausdenken möchte.
Übrigens: Meinen Domainnamen Tweep.de habe ich entdeckt, als ich in meinem damaligen Zimmer umhergeschaut habe. Es hingen zwei Poster an meiner Wand.
Auf dem einen Poster war Tweety abgebildet, der kleine gelbe knuffige Vogel von den Warner Brothers. Er steht an einer Wand, und hat den Spruch “I tawt I taw a puddy tat” an die Wand gesprüht.
Das zweite Poster war von Sheepworld, mit einem Schaf und dem Spruch “Ohne dich ist alles doof”. Auf dem Poster sieht man dann verschiedene Dinge die als Doof bezeichnet werden. Blume doof, Krabbelkäfer doof, Alle anderen doof.
Zwei sehr niedliche Poster, die ich gerne habe. Da habe ich einfach mit den Namen gespielt. Tweety und Sheepworld, Tweety und Sheep, Tweep. Und gerne erwähne ich noch, dass “Sheety” ja eher blöd klingt.
Ein solcher Domainname kann für sehr viele Ideen verwendet werden, da er keine Thematik, oder keine festen Stichworte enthält. Es ist ein reiner Phantasiename. Und da das Thema Startup im Prinzip sehr viele Möglichkeiten bietet, auch eigene Web 2.0 Ideen umzusetzen, ist er perfekt für mein Unternehmenskonzept geeignet.
Lange Rede, kurzer Sinn, ab ans Zeichenbrett, und entweder Tools für meine Applikation recherchieren, oder direkt mit dem Konzeptionieren loslegen.
Gib mir 'nen Kaffee ausÄhnliche Artikel:
- Tag 6 - Der Launch der Seite und erstes Bugfixing Der sechste Tag der Reihe “Gründe dein Unternehmen in 7...
- Tag 5 - Die Entwicklung des Prototyps Der heutige, fünfte Tag der Reihe “Gründe dein Unternehmen in...
- Web 2.0 Startup Der Begriff Web 2.0 ist momentan allgegenwärtig. Nicht nur im...
- Workshop - Gründe dein Unternehmen in 7 Tagen Wenn ich mir die Suchanfragen zu meiner Seite anschaue, bemerke...
- Was ist RSS? Zum ersten offiziellen RSS Awareness Day möchte auch ich mich...
