Produktportfolio
Im dritten Teil zur Marketingreihe werde ich mir mein Produktportfolio genauer anschauen.
Als junges Startup habe ich vielleicht gar keine Reihe von Produkten oder Dienstleistungen, die ich meinen Kunden anbieten kann, sondern vielmehr nur ein Produkt, oder eine Dienstleistung.
Doch dies muss nicht sein. Auch als Startup kann ich bereits ein Portfolio an Leistungen oder Produkten anbieten, und meinen Kunden somit eine Auswahl an Möglichkeiten bieten.
Welche Möglichkeiten habe ich also, mir ein Produktportfolio zu erstellen?
Neben dem Standardprodukt oder meiner Standarddienstleistung sollte ich überlegen, ob es nicht Sinn macht meine Palette auch etwas zu spezifizieren. Sicherlich gibt es Kunden die nicht das komplette Produkt, oder die komplette Dienstleistung haben wollen, sondern nur einen Teil davon.
Wenn ich allgemeine Beratungsdienstleistungen anbiete, kann ich hier auch eine Reihe von Modulen anbieten. Etwa eine Startup Beratung, oder ein ganzes Audit.
Wenn ich ein Computersystem anbiete, kann ich auch nur Einzelteile aus dem Paket anbieten, wie einen Bildschirm, oder einzelne Peripheriegeräte.
Das eben erwähnte Produktpaket kann ebenfalls vertreten sein. Ich sollte mir genau überlegen, was ich sonst noch zu meinem Produkt anbieten kann. Zum Kaffeeautomaten kann ich auch noch mehrere Sorten Kaffee anbieten. Zum Computer einen Bildschirm.
Wenn ich eine Beratungsleistung für ein Startup anbiete, kann ich kostenlos die Durchsicht eines ersten Businessplans anbieten.
Dieses Produktpaket kann ich jedoch auch anderweitig anpassen. Wie wäre es mit einem Angebot Zwei zum Preis von Einem, oder Drei zum Preis von Zwei. Ich biete drei Beratungsstunden zum Preis von zwei Stunden an.
Dies sollte nicht damit verwechselt werden, wenn ich eine Gratisstunde beim Kauf einer Zweiten anbiete. Der Unterschied ist in der Kostenrechnung erkennbar. Wenn ich zwei Stunden arbeite, verursache ich andere Kosten, als wenn ich drei Stunden arbeite. Selbiges gilt für den Verkauf von zwei statt drei Computern.
Ein Volumenverkauf macht selbstverständlich nicht immer Sinn. Ich sollte genau prüfen, ob es die Möglichkeit gibt, dass ein Kunde mehr als eine Einheit meines Angebots haben will, oder nicht.
Ich könnte auch saisonelle Angebote schaffen. Ich könnte vergünstigte Beratungspakete in den Semesterferien anbieten, für Studenten die erste Erfahrungen im Startup machen wollen.
Oder ich biete Laubsauger im Herbst günstiger an, mit einem Vorrat an Beuteln, der den ganzen Herbst ausreicht.
Wenn mein Produkt oder meine Dienstleistung zu bestimmten Zeiten, oder bei bestimmten Ereignissen höheres Interesse verursacht, sollte ich diese Trends geschickt nutzen, um besser verkaufen zu können.
Ich könnte jedoch auch periodische Angebote machen. Zur Kaffeemaschine könnte ich ein Abonnement an Kaffee bieten. Jeden Monat erhalten so meine Kunden zwei Sorten Kaffee ihrer Wahl zu einem günstigeren Preis, als wenn sie es selbst kaufen würden.
Oder ich biete ein Beratungspaket an, das zwei Stunden die Woche garantiert, egal zu welcher Uhrzeit und an welchem Tag, zu einem sehr günstigen Paketpreis.
Somit nehme ich meinen Kunden den Stress, ständig selbst für Nachschub zu sorgen, oder sich um immer neue Termine zu kümmern, und kann zudem noch weiterhin mit dem Preis entgegenkommen.
Ich sollte ebenfalls Komplementärangebote berücksichtigen. Neben dem Kauf von Computern biete ich auch den Aufbau des Geräts an, sowie Schulungen in den Standardprogrammen, und in der Benutzung von Office-Software.
Neben der Kaffeemaschine, und dem Kaffeeabonnement, biete ich auch die Reinigung der Maschine an. Oder neben dem Anliefern und Aufbau von Küchen, könnte ich das Beseitigen der alten Möbel anbieten. Hiermit könnte ich ein Rundum Sorglospaket für meine Kunden anbieten.
Als zusätzliche Möglichkeit könnte ich mehrere Zusammenstellungen meiner Produkt- oder Leistungspakete anbieten. Hierbei könnte ich eigene vorgegebene Pakete anbieten, die für bestimmte Personengruppen gedacht sind, oder auch die Möglichkeit anbieten sich eigene Pakete zusammenzustellen. Je mehr Auswahl der Kunde hat, desto eher kann ich die persönlichen Vorlieben eines jeden Kunden treffen, und ihn somit für mich und mein Produkt oder meine Dienstleistung begeistern. Hierbei kann es sowohl Einsteiger- bis Profipakete geben, wie Spar- bis Luxuspakete.
Vielfältigkeit
Das Schlüsselwort ist Vielfältigkeit. Je mehr Auswahl mein Kunde hat, und je mehr Optionen ihm zur Verfügung stehen, desto eher treffe ich seine persönlichen Vorlieben. Wenn mein Kunde mit einem Paket vollends zufrieden wäre, wenn nur eine bestimmte Sache dabei wäre, oder aber eine bestimmte Sache nicht dabei wäre, dann sollte ich ihm diese Möglichkeit bieten. Oft spricht ein hoher Preis, oder zu viel oder zu wenig Angebot, gegen einen Kauf eines Pakets. Wenn aber jeder Kunde hier zufriedengestellt werden kann, mit einem günstigen Preis und einem angepassten Paket, oder einer besonderen Sicherheit, dann wird er gerne kaufen, und auch wiederkehren.
Selbstverständlich sollte ich darauf achten kein undurchsichtiges Gewust aus viel zu vielen Angeboten aufzubauen. Ich sollte stets bemüht sein, dass ich auch jedes Produkt anbieten kann, und es auch schaffen kann alles anzubieten. Ich sollte keine leeren Versprechungen machen, oder mich übernehmen. Ein übertriebenes Portfolio, das ich nicht halten kann, ist schlechter als nur ein Produkt oder eine Dienstleistung.
Ein ausgewogenes Produktportfolio jedoch, mit mehreren Möglichkeiten, und dem Zuschnitt auf bestimmte Zielgruppen, und individuelle Problemstellungen, kann oft Wunder bewirken, und sich sehr positiv in meinen Verkaufszahlen niederschlagen. Und auch als junges Startup sollte ich die Möglichkeit finden ein ausgewogenes, und wohlklingendes Portfolio entwickeln zu können.
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