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Mobile Award - Woche 4 - Ergebnisse

Wieder einmal ist eine Runde im Mobile Award Planspiel vorbei, und die Ergebnisse sind veröffentlicht worden. Unser Ergebnis war glücklicherweise nicht so schlecht, wie wir es befürchtet haben. Dennoch hatten wir ein negatives Ergebnis, und somit Verluste eingefahren.
Es zeigte sich jedoch, dass in unserem Markt jedes Unternehmen ein negatives Ergebnis erzielt hat, und dass wir unter den schlechten Ergebnissen sogar auf Platz 2 lagen. Wir bleiben somit also unter den Top 3, wie im Vorjahr.

Hier also unsere ausführliche Auswertung des Berichtswesens.

Executive Summary

Unser Produkt Broadband hatte einen Absatz von 20.310 Stück. Damit haben wir einen Marktanteil von 9,92% erzielt. Der Preis wich mit 250 Euro um 29 Euro von der Konkurrenz ab. Dieser lag nämlich bei 279 Euro. Der Technologieindex des Produkts liegt bei 1,35. Nicht viel Veränderung zum Vorjahr. Damit liegen wir im unteren Drittel im Vergleich zur Konkurrenz.
Das Produkt Business hatte leider nur einen sehr schwachen Absatz von 6.175 Stück. Der Marktanteil liegt hier bei 9,78%, sehr ähnlich wie das Broadband Produkt also. Der Technologieindex des Produkts liegt bei 1,31, hier im oberen Bereich im Vergleich zur Konkurrenz. Der Preis war im Vergleich zur Konkurrenz am Höhsten, mit 550 Euro. Der Durchschnitt lag hier bei 491,50 Euro.

Die Kosten zur Leistungserbringung für das Produkt Broadband lagen bei 125,82 Euro. Leider um 27,69 Euro über dem Durchschnitt. Überraschenderweise haben wir dadurch immernoch ein recht gutes Ergebnis. Wir werden später vielleicht herausfinden woran das lag.
Die Kosten für das Produkt Business lagen bei 253,68 Euro. Dies lag um 31,95 Euro unterm Durchschnitt. Hier haben wir bewusst auf hohe Qualität Wert gelegt, und somit auch Mehrkosten in Kauf genommen.

Die Auslastung der Mitarbeiter im Technischen Service lag bei 95,51%. Leider immernoch viel zu hoch. Damit lag die Kundenzufriedenheit nur bei 102,25. Der Servicelevel lag bei 99,84. Diese Zahlen müssen in der nächsten Runde erhöht werden. Wir wollen hierbei besser werden.

Unser Betriebsergebnis lag bei -581.000 Euro. Wir haben also einen Periodenfehlbetrag eingefahren. Wir haben dies bereits befürchtet. Unser kumulierte Erfolgswert liegt bei 1.695,97. Wir werden später den Vergleich zu den anderen Unternehmen betrachten.

Marktbericht und Lagerwerte

Unser Bekanntheitsgrad ist auf 56% gestiegen. Bei einer derart schelchten Kundenzufriedenheit freut uns das trotzdem.
Da wir uns bei den Absatzzahlen leider verrechnet haben, haben wir noch Restbestände an Bertriebsmitteln in den Lagerhäusern. Diese Zahlen müssen wir bedenken, und auch die Lagerkosten hierfür einrechnen, wenn wir eine realistische Kostenberechnung für die kommende Periode machen wollen.

Personal,Produktentwicklung

Wir haben nun inzwischen 73 Mitarbeiter in unserem Unternehmen. Dies zeigt ein deutliches Wachstum an, da wir in der ersten Periode mit 50 Mitarbeitern eingestiegen sind. Die Fluktuation von 2 Mitarbeitern scheint der allgemeine Durchschnitt zu sein. Wir liegen also oft sehr gut in unseren Berechnungen der Mitarbeiterzahlen.

Flächenverwendung, Abschreibungen, Kapazitäten

Die Produktivität der Mitarbeiter liegt im Bereich Broadband bei 1,31, wo wir sie eigentlich nicht gebrauchen konnten. Beim Produkt Business lag sie nur bei 1,13. Wir sollten eigentlich versuchen die produktiven Mitarbeiter in diesen Bereich zu stecken, doch leider hat man hierauf keinen Einfluss.
Wir sehen hier auch, dass die Abschreibungen für unsere erste Anlage abgelaufen sind. Diese Tatsache könnte ein wenig für das schlechte Ergebniss mitverantwortlich sein.

Die Auslastung der Kapazitäten liegt inzwischen bei über 50%. Das bedeutet, wenn wir die Qualität unseres Produkts halten wollen, müssen wir nun wieder in zusätzliche Kapazitäten investieren. Diese Entscheidung sollte jedoch wohl überlegt sein, da eine Investition erhebliche Kosten verursacht.

Kostenarten-, Kostenstellenrechnung

Aufgrund der weit niedrigeren Absatzzahlen im Bereich Business zeigt sich, dass die höheren Kosten durch das Produkt Broadband entstanden sind. Geplant war jedoch, dass das Produkt Business die hauptsächlichen Gewinne einfährt, und höhere Kosten verursacht, und dabei hauptsächlich die Kosten des Produkts Broadband mitträgt. Hieran müssen wir also noch arbeiten.

Wir sehen hier zudem, dass die Kostenstelle Technischer Service hohe Kosten verursacht. Dies war abzusehen, da hier auch die meissten Mitarbeiter angestellt sind.

Kostenträgerrechnung

Die Selbstkosten für die beiden Produkte liegen bei knapp 10 Millionen Euro. Hierbei schlagen mal wieder die Einzelkosten für den Vertrieb zu Buche. Im Endeffekt sollten aber einfach unsere Berechnungen besser stimmen, sodass wir die Kosten besser auf die Produktpreise aufschlagen können, und somit besser wirtschaften können.

Wir sehen hier eindeutig, dass die Selbstkosten für ein Produkt, bei beiden Produkten, jeweils über den Preisen liegen. Wir haben also zu geringe Preise angeboten. Vermutlich wären wir bei einem noch günstigeren Preis für Broadband, und einem noch höheren Preis für Business besser gefahren.

Deckungsbeitragsrechnung

Wir sehen im Deckungsbeitrag 3, also der Zahl in der alle Kosten aufgeschlagen wurden, dass wir pro verkauftes Produkt im Bereich Broadband etwa 8 Euro Verlust gemacht haben. Wir hätten den Preis also nur um 10 Euro anheben müssen, wären hierbei immernoch unter dem Marktdurchschnitt, und hätten dann 2 Euro Gewinn pro verkauftem Produkt eingefahren.
Beim Produkt Broadband sieht es leider anders aus. Hier machen wir satte 63 Euro pro Stück Verlust. Hier müssen wir somit unsere Berechnungen nochmals durchdenken, und nach Kostenfallen suchen.

Finanzbericht/Bilanz

Wir haben immernoch keinen wirklichen Gewinn einfahren können. Wir müssen für die letzte Periode in dieser Runde nocheinmal richtig Gas geben um hier nochmal positive Zahlen herauszubekommen. Das wird nochmal ein ganzes Stück Arbeit werden.

Ansonsten ist nichts Auffälliges aus diesem Bericht abzulesen.

GuV

Unser Planwert im Bereich Business weicht nur um knapp 90 Euro vom Ist-Wert ab. Die Planungsqualität liegt hier bei 0,96%. Wir sind sehr froh, hier wenigstens ordentlich geplant zu haben.
Im Bereich Business haben wir mit dem Doppelten Absatz gerechnet, und hier somit auch nur halb soviel Umsatz gemacht, wie eingeplant war.

Insgesamt sehen wir, dass wir mit unserem bekannten Produkt gut planen können. Das neue Produkt bereitete uns jedoch bei der Einführung einige Probleme. Diese sollten wir aber aufgrund unserer Erfahrungen, und anhand der aufgekommenen Fehler, nicht mehr machen. Wir rechnen also in der kommenden Periode mit ordentlichen Zahlen, und einem guten Periodenüberschuss.

Cash Flow Statement

Wir sehen hier eindeutig, dass der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im negativen Bereich liegt. Unser Fehler war also wirklich nur, falsche Preise gesetzt zu haben. Wir werden somit zukünftig noch genauer berechnen, und hier sicherlich bessere Ergebnisse einfahren.

Marktforschungsbericht

Wir sehen hier, dass einige Unternehmen noch mehr Geld in Werbung gesteckt haben, als wir es getan haben. Wahrscheinlich lag hier unser Fehler. Hätten wir mehr für unser Produkt beworben, hätten wir vermutlich mehr Absatzzahlen erhalten. Und höhere Absätze hätten die Kosten ab einem bestimmten Punkt decken können.

Unser Marktpotenzial liegt etwas unter dem Durchschnitt. Dies wird sich jedoch mit Sicherheit ändern in der folgenden Periode, da wir aus unseren Fehlern gelernt haben.

Unser Bekanntheitsgrad ist überdurchschnittlich. Das freut uns, und begründet sich auf die höhst erfolgreiche Vorperiode. Dieser wird nun in der nächsten Periode weiter ausgebaut.

Geschäftsberichte der Branche

Wir sehen hier also, dass unser Periodenfehlbetrag nur der zweitgeringste Betrag im Markt ist. Der Beste liegt hier bei -232.000 Euro, unserer bei -711.000 Euro, und der Schlechteste sogar bei -6.783.000 Euro. Wir waren also nicht so schlecht. Dennoch sind wir unzufrieden mit dem negativen Ergebnis, da die Fehler hätten evtl. sogar vermieden werden können.

Im Vergleich der Bilanzsummen wird sehr deutlich, dass ein Unternehmen hier riesige Investitionen in Netzkapazität gesteckt hat. Die Bilanzsumme liegt bei ihnen bei über 20 Millionen Euro. Im Vergleich liegen wir bei gut 5 Millionen Euro. Das sehr schlechte Betriebsergebnis ist hier nicht sehr überraschend.

Im Rating gibt es 7 Unternehmen mit einem Unbefriedigend, und 3 Unternehmen mit einem Befriedigend. Wir gehören zu Letzteren. Es wird also deutlich, dass der gesamte Markt auf die Einführung des neuen Produkts nicht vorbereitet war, bzw. dass alle Projektgruppen sich hier sehr überschätzt haben.

Im Allgemeinen liegen wir also in unserem Markt auf Platz 2.

Fazit

Wir haben also gelernt, dass wir zu wenig Werbung geschaltet haben, und etwas höhere Preise hätten anstreben müssen.
Für die nächste Periode sollten wir bedenken, dass unsere Kapazitäten für eine hohe Qualität ausgelastet sind, und wir hier weiter investieren müssen. Zudem müssen wir entweder verstärkt in die Schulung des Technischen Service investieren, oder weiter auf zusätzliche Mitarbeiter bauen. Auch in Technologie sollten wir verstärkt investieren, um uns hier weiter von der Konkurrenz abzusetzen.

Wir liegen nicht schlecht auf dem Weg, und werden uns für den Endspurt nochmals viel Mühe geben, und sicherlich so lange planen, bis wir keine Bedenken mehr mit den Zahlen haben.

Für die letzte Periode in dieser Runde geben wir nochmals richtig Gas, und drücken auch den anderen Gruppen die Daumen. Wir sind gespannt ob wir den Einzug in die nächste Runde erleben, oder nicht.

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Kommentare (1) -> “Mobile Award - Woche 4 - Ergebnisse”

  1. Gertrud
    05 März 2008 09:40
    1

    Ein paar Anmerkungen zu eurer Situation:

    - Die Mitarbeiter werden automatisch auf die Produkte verteilt (wurde auch korrekt von euch dargestellt). Dabei hat allerdings JEDER Mitarbeiter bei Produkt 1 einen Index von 1,31 und bei Produkt einen von 1,13. Zu erklären ist das wohl durch die den nicht vorhandenen Lerneffekt beim neuen Produkt.

    - Warum habt ihr keine 5000 Router gekauft? Die Lagerkosten sind bei weitem geringer als die möglichen Ersparnisse durch Ausnutzen der Preisstaffel.

    Interessant wäre es zu erfahren, wie ihr auf 1,31 bei der Produktivität für Broadband kommt - wir hatten hier wesentlich höhere Ausgaben für Training und kamen “nur” auf 1,33 (dafür aber 1,24 bei Produkt).

    Beste Grüße und viel Glück für die nächste Runde

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