Mobile Award - Woche 4 - Ausgangssituation
In den Kommentaren zu den Ergebnissen aus der Vorrunde hat sich bereits abgezeichnet, dass es ein paar Probleme mit einem neuen Markt gibt. Wir sollten uns also ersteinmal die allgemeine Marktlage anschauen. Danach werde ich versuchen die gegebenen Informationen zu bewerten, und eventuelle Tipps zu geben.
Allgemeine Wirtschaftsnachrichten
Allgemein sieht es mit der Wirtschaft eher schlecht aus. Der Ölpreis steigt stark an, und verschlechtert somit das Konsumklima. Die Investitionsfreudigkeit ist weiterhin rückläufig, wie auch die Auslandsnachfrage, also der Export.
Es wird eine allgemeine “Wachstumsdelle” erwartet.
Die Lebenshaltungskosten werden weiter steigen, als die Löhne und Gehälter. Es kann also mit einer geringen Konsumfreudigkeit, und allgemeiner Sparsamkeit gerechnet werden.
Entwicklungen in Oberheim
In Oberheim schlägt der rückläufige Export drastisch ein. Viele Unternehmen stoppen ihre Expansionspläne. Befristete Arbeitsverträge werden beendet, und viele klassische Studentenjobs fallen bei den Automobilzulieferern weg.
Nachrichten des Verbandes deutscher Telekommunikationsanbieter (VdTkA)
Der Verband spricht hier sogar von einem Umsatzrückgang von 5-10%, wenn man es sehr pessimistisch sieht. Es wird dagegen eher ein Nullwachstum angenommen, wenn man den Preis reduziert.
Es wird ausserdem von einer Teilung des Marktes gesprochen. Der Markt legt Wert auf hohe Technologie, und spezialisierte Mehrwertdienste. Laut eines Experten sollte der Markt in Privatkunden und Businesskunden aufgeteilt werden. Es wird hier von einer Aufteilung in 60% Privatkunden, und 40% Geschäftskunden gesprochen.
Unternehmenssituation
Der Großhändler, diesmal wieder die Oberheimer Nachrichten, kann in dieser Periode höhstens 2.000 Anschlüsse verkaufen. Dies auch nur bei einem Preis von 250 Euro, und einem Mindesttechnologieindex von 1,15.
Die Kunden werden in diesem Jahr bewusster auf Mehrwerte achten. Dies kann sich in besonders hochwertiger Beratung, also einer Aufstockung des Vertrieb und Service zeigen, in sehr günstigen Preisen, oder durch eine hohe Technologie. Es wird von einer geringen Anzahl an Neuanschlüssen gesprochen, sowie ein geringerer Bedarf an Routern und Kleinteilen.
Die Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung weisen darauf hin, dass sich das Unternehmen klarer ausrichten sollte. Ob eine Innovationsführerschaft mit Premiumdiensten und guter Beratung, oder Preis- und Kostenführerschaft, das Unternehmen sollte sich auf eine Richtung einfahren, und die Weichen dafür stellen.
Es wird zudem nochmals die Trennung der Märkte, und somit die Trennung des Produkts auf verschiedene Bereiche erwähnt. Es wird also ein Produkt für private Nutzer, und eines auf Unternehmensnutzer angeboten.
Letzteres soll hier mit zusätzlichen Features wie höhere Bandbreite, Optimierung der Anschlüsse für einen Serverbetrieb, sowie den Verzicht auf einer Trennung der Verbindung nach 24 Stunden, einen Mehrwert für die Zielkunden schaffen.
Es wird vorallem betont auch viel Wert auf geringe Wartezeiten im Technischen Service, sowie auf hohe Technologie zu setzen. Hier wird je nach Angebotsspektrum ein Preis zwischen 400 und 600 Euro pro Anschluss empfohlen.
Es werden sich viele Bestandskunden für das neue Produkt entscheiden, sowie die Verteilungen in die verschiedenen Bereiche ganz unterschiedlich ausweiten. Die Kunden des Geschäftsprodukts werden den Technischen Service höher in Anspruch nehmen.
Seit dieser Periode gibt es nun die Möglichkeit mehrere Einsparungen vorzunehmen. Man hat nun also die Möglichkeit Vorbestellungen auf Router und Kleinteile zu tätigen, um so günstigere Kosten zu erhalten. Zudem kann man ein Trainingsbudget für Mitarbeiter im Technischen Service einbeziehen, um hier zusätzliche Kosten an Mitarbeitern einzusparen. Ein Budget von 3.000 Euro pro Mitarbeiter kann hier zu Produktivitätssteigerungen von bis zu 10% führen.
Für diese Periode wurde zudem mit dem Betriebsrat vereinbart, keine Mitarbeiter im Technischen Service zu entlassen. Dagegen stehen keine Lohnerhöhungen an. Durch die Berufssicherheit entsteht hier bereits eine Produktivitätssteigerung, sowie flexiblere Arbeitszeiten.
Technologische Entwicklungen
In dieser Periode hat man das zusätzliche Feature Security. Dies wird, vorallem im Zuge der Umstellung des Produkts auf Businesskunden, sehr hoch geschätzt. Jedoch stehen hier hohe Einmalkosten von 250.000 Euro, sowie variablen Kosten von 12,00 Euro pro Anschluss der hohen Bedeutung entgegen. Die hohen Kosten, und der Vorteil sollten hier gut abgewägt werden.
Fazit
Die Spielteams sollten sich erstmal kurz zurücklehnen und durchatmen. Es sind eine Menge neuer Informationen hinzugekommen. Man hat mit der Einführung des Produkts in einen neuen Markt zusätzliche Möglichkeiten der Planung. Zudem hat man weitere Möglichkeiten die Kosten zu kontrollieren, indem man die Vertriebsstoffe selbst einkaufen kann.
Neben den erhöhten Einstellungsmöglichkeiten sowie Freiheiten, hat man auch viel Verantwortung, und viele Risiken, die man bedenken muss.
Die Allgemeine Wirtschaftslage zeigt auf, dass es in dieser Periode nicht viel Zuwachs an Kunden geben wird. Es wird vielmehr ein Nullzuwachs erwartet. Dies könnte zusätzlich ein Indiz dafür sein, dass eine nochmalige Erhöhung der Werbekosten sich nicht lohnen würde.
Auch die Entwicklungen in Oberheim unterstützen zudem die Wichtigkeit nach günstigeren Preisen für das Produkt. Sicherlich sollte man versuchen das Privatprodukt preislich zu reduzieren, womit auch hier die Kosten zurückgeschraubt werden sollten. Hier sollte man im Gegenzug die Gewinne aus den Geschäftskunden beziehen, die im Allgemeinen eher bereit sind mehr Geld für gute Qualität auszugeben.
Der Markt wird aufgeteilt in 40% Geschäftskunden und 60% Privatkunden. Wir werden für unsere Berechnungen genau mit diesen Zahlen arbeiten, und von ungefähr den gleichen Absatzzahlen aus dem Vorjahr ausgehen.
Für Mitarbeiter aus dem Technischen Service sollte man hier die beiden Möglichkeiten abwägen. Sind die Kosten für Training der Produktivität vielleicht günstiger, als die Kosten für Neueinstellung von zusätzlichen Kräften? Man hat vielleicht geringere Kosten, dafür aber auch geringere Arbeitskraft, da 10% mehr Produktivität entgegen 100% mehr Arbeitskraft stehen.
Sollte man jedoch nur wenige zusätzliche Mitarbeiter brauchen wäre dies eine sinnvolle Option.
Die Zusatzkosten für die Einführung des zusätzlichen Features sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Ein Blick auf die Entscheidungsmaske zeigt, dass es nun getrennte Entscheidungsfelder für die beiden Produkte gibt. Unter Berücksichtigung der Teilung des eigenen Marktsegments in Privat und Business, hat man nun mehr Möglichkeiten die Kosten aufzuteilen. Möglich wäre es zum Beispiel, das Privatprodukt mit sehr geringen Kosten sehr günstig zu vertreiben, und die Hauptkosten durch das andere Produkt tragen zu lassen. Es kommt also nun auf gute Planung, vernünftiges Durchspielen der Zahlen, und natürlich ein Gespür für das Kundenverhalten an.
In den Kommentaren des letzten Artikels wurden zusätzliche Fragen zu Sondereinzelkosten, die auf der Homepage im FAQ Bereich aufgelistet wurden, gestellt. Bisher habe ich mir diese FAQs nicht angeschaut, bin jedoch der Meinung, dass die Informationen aus dem Szenario eigentlich ausreichend sind. Es hat sich ja herausgestellt, dass die FAQs, wie auch der Support des Spiels, für viel Verwirrung sorgen. Leider passt das mit dem sonstigen Bild zum Spiel zusammen, auch im Hinblick auf die Fehlerliste die ich dem Veranstalter per Email zugesandt habe, und die bisher immernoch unbeantwortet geblieben ist.
Allgemein ist es sehr schade, und drückt die Motivation für das Spiel deutlich. Die vielen Kleinigkeiten die ständig auftreten, und die Fehler, und Unklarheiten am Spiel, stören leider das angenehme Spielen deutlich. Wir wollen uns aber nicht weiterhin beschweren, sondern einfach nur spielen, und viele Erfahrungen sammeln.
Ich wünsche meinen Lesern natürlich auch in dieser Runde wieder viel Erfolg bei den Entscheidungen. Auch dieses Mal bin ich sehr gespannt auf die Ergebnisse, und darauf, wie unser Team in dieser Periode abschneiden wird.
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25 Februar 2008 23:13
kleiner tip:
Es wird 40:60 aufgeteilt, aber nicht der Absatz, sondern der UMSATZ!!
Da Business teurer ist, wird dort auch der Absatz geringer werden als 40%.
25 Februar 2008 23:19
Vielen Dank für den Tipp. Das werden wir sicherlich in unseren Berechnungen berücksichtigen.