Mobile Award - Woche 2 - Ergebnisse
Die zweite Runde hat am Freitag um 12:00 Uhr begonnen, und die Berichte, und somit die Ergebnisse aus der ersten Periode, standen nun zum Download bereit.
Bevor wir aber die neue Runde kommentieren, kommt erstmal eine genaue Auswertung der Ergebnisse unserer Entscheidungen.
Executive Summary
Unser Produkt Broadband verkaufte sich 20.721 Mal, genau 721 mehr als in der Vorperiode. Leider erheblich weniger, als wir geplant haben. Dadurch haben wir einen Marktanteil von 9,6% erzielt. Unser Preis wich mit 299 Euro um 5,40 Euro vom Durchschnitt ab, der bei 304,40 Euro lag. Unser Technologieindex liegt bei 1.05, weniger als erhofft. Der höhste Index liegt in der Konkurrenz bei 1,33.
Man muss dabei dazusagen, dass wir in einem Markt mit 10 anderen Gruppen sind. Es gibt somit mehrere Märkte während des Spiels, mit jeweils 10 einzelnen Projektgruppen, die gegeneinander konkurrieren.
Die Kosten zur Leistungserbringung unseres Produkts Broadband liegen bei 148,89 Euro. Im Vorjahr waren es 135 Euro. Die erhöhten Kosten erklären sich durch die erhöhte Anzahl an Mitarbeitern, sowie die Anschaffung der zusätzlichen Infrastruktur. Erfreulicherweise liegen wir hier mit unserer Planung nur um 3 Euro daneben. Die durchschnittlichen Kosten liegen 9,08 Euro unter unseren Kosten, bei 139,81 Euro.
Unser Betriebsergebnis liegt bei -333.000 Euro. Wir haben also einen Fehlbetrag von 564.000 Euro. Dieses Ergebnis ist nicht in Ordnung, aber durch die Expansion vielleicht im Laufe der nächsten Jahre akzeptabel. Im Betriebsergebnis liegen wir unter den schlechtesten Zahlen, im Vergleich zur Konkurrenz, im Erfolgswert liegen wir leider auch auf dem vorletzten Platz mit 583,34.
Marktbericht und Lagerwerte
Unser Bekanntheitsgrad hat sich um 2% auf 51% erhöht. Die Kundenzufriedenheit ist von 99,90 auf satte 127,44 gestiegen. Unsere Kunden sind also mit uns zufrieden, und die Wartezeit ist auch nur 2,7 Tage
.
Personal, Produktentwicklung
Die erwartete Fluktuation im Technischen Service ist eingetreten, und wir haben hier nun 23 Mitarbeiter. Insgesamt haben wir 10 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.
Hier sind auch nochmal die Kosten für unsere gewählten Features aufgezeigt. Überraschend ist hier, dass das Feature der Rechnung per e-Mail keinen Bonus auf den Technologieindex gibt, sondern hier sogar einen Bonus abzieht. Vermutlich kam dies zustande, weil die Kunden dieses Feature eher als Komfortverlust empfanden.
Außerdem überrascht hier, dass wir uns bei den Kosten für die Löhne verrechnet haben. Vermutlich haben wir die Gehaltserhöhungen, die im Szenarion beschrieben wurden, nicht mit eingerechnet.
Flächenverwendung, Abschreibungen, Kapazitäten
Wir sehen hier nochmal die schmerzlichen Kosten für die Instandhaltung der neuen Infrastruktur. Sicherlich war die Investition in diese wichtig, und notwendig, doch müssen wir noch mehr Umsatz machen, um diese Kosten wieder reinzuholen.
Die Produktivität unserer Mitarbeiter ist gleich geblieben, nur durch die Lernkurve ist, wie auch aus der Probeperiode bekannt, ein bisschen hinzugekommen. Vermutlich kann man hier diese Lernkurve halten, indem man die Personalfluktuation gering hält, und nicht unnötig Mitarbeiter kündigt.
Ansonsten findet man hier nochmals die Informationen zur Auslastung des Personals aus dem Technischen Service, und die daraus resultierende Wartezeit.
Kostenarten-, Kostenstellenrechnung
Die Personalnebenkosten und sonstige Kosten haben wir noch nicht genau berechnet. Entweder stimmen unsere Zahlen noch nicht, oder wir haben diese falsch geplant. Ich tippe hier eher auf Ersteres. Unsere Zahlen weichen hier also teilweise von den gegebenen Zahlen ab.
Außerdem überrascht uns hier, dass wir 666.600 Euro an Fremdleistungen abziehen können. Dies begründet sich wahrscheinlich auf unser neues Feature, der Rechnung per e-Mail, wodurch wir die Portokosten pro Anschluß einsparen.
Kostenträgerrechnung
Auch hier sehen wir eher, dass unsere Planungszahlen noch nicht ausgereift genug sind. Die Kosten sind ansonsten recht nüchtern, und erklärlich. Wir sollten dennoch versuchen gerade diese drei Berichte, also diese einzelnen Kostenrechnungen, in unseren Planungszahlen genau abzubilden. Je besser unsere Zahlen hier nämlich sind, desto besser können wir planen. Es ist wichtig hier genaue Planzahlen zu haben, um die Investition in Werbung und Mitarbeitern zu bestimmen, und auch einen ausgewogenen Preis festlegen zu können.
Deckungsbeitragsrechnung
Wir sehen hier, dass die Kosten für den Vertrieb enorm waren, und daher zu einem schlechten Ergebnis führten. Könnten wir hier die Kosten weiter senken, könnten wir vielleicht doch etwas Gewinn machen. Vorallem Werbung, aber auch Vertriebsgemeinkosten schlagen sich negativ aus.
Würden wir jedoch noch mehr Werbung machen, die Anzahl an Servicemitarbeitern jedoch belassen, könnten wir eventuell die Mehrkosten durch den Vertrieb wieder reinbekommen.
Finanzbericht/Bilanz
Unser Anlagevermögen ist, durch die neue Anlage, gestiegen. Dafür haben wir nun wesentlich weniger Forderungen ausstehen als im letzten Jahr. Doch auch unsere Verbindlichkeiten sind angestiegen. Vorallem der Überziehungskredit schlägt sich hier negativ aus. Leider haben wir momentan nicht die Möglichkeit hier Änderungen vorzunehmen. Hoffen wir also, dass die nächste Periode, da wir hier keine weiteren Investitionen tätigen, hier wieder positiv zuschlagen wird.
GuV
Wir sehen hier, dass wir knapp 401.370 Euro vom Planumsatz abgewichen sind. Das setzt die Planungsqualität auf 0,89. Wir haben also relativ ordentlich geplant, und sind nur leicht vom tatsächlichen Umsatz abgewichen. Vielleicht schaffen wir es, dies in der nächsten Runde noch weiter zu erhöhen.
Cash Flow Statement
Wir sehen, dass wir noch 869.970 Euro an Forderungen offen haben. Mit diesen, und den Abschreibungen, kommen wir also auf einen positiven Betrag. Aus den laufenden Tätigkeiten haben wir also positiven Cash Flow.
Einen negativen Cash Flow haben wir, natürlich, aus den Investitionstätigkeiten. Wir haben 2.000.000 Euro in eine neue Anlage investiert.
Bankverbindlichkeiten hatten wir in diesem Jahr glücklicherweise nicht, und haben somit, nach Abzug von Dividendenauszahlungen, über 1 Million Cash Flow aus Finanzierungstätigkeiten.
Der Kassenbestand hat sich in diesem Jahr nicht geändert.
Insgesamt hatten wir also einen recht positiven Cash Flow in den verschiedenen Bereichen. In der nächsten Periode wird dies sicherlich noch besser, da wir, wie schon erwähnt, keine weiteren Investitionen mehr tätigen werden.
Marktforschungsbericht
Die hier sichtbaren Zahlen sind sehr interessant. Das Unternehmen mit den meißten Verkäufen hat insgesamt ein sehr negatives Ergebnis. Die Verkäufe kommen durch Dumpingpreise, und zusätzlich eine hohe Anzahl an Mitarbeitern im Technischen Service. Trotzdem ist die Kundenzufriedenheit hier nicht so hoch, wie bei unserem Unternehmen. Diese Tatsache wird sich in der nächsten Periode bemerkbar machen. Die Dumpingpreise wird das Unternehmen nicht lange halten können, auch wenn sie einen recht hohen Technologieindex haben.
Geschäftsberichte der Branche
In unserem Markt haben 2 Unternehmen ein Rating von Sehr Gut, 2 Unternehmen eines von Gut, und 6 Unternehmen ein Unbefriedigend. Leider gehören wir zu Letzteren. Der Gewinner hat hier ebenfalls einen sehr günstigen Preis, nur 7 Euro entfernt vom Dumpingpreis des vorher genannten Unternehmens. Das Unternehmen hat sehr viel Geld in Werbung gesteckt, und dadurch hohe Verkaufszahlen erzielen können. Einbußen gibt es jedoch bei der Kundenzufriedenheit, und beim Technologieindex. Die Kunden mussten 7 Tage im Durchschnitt auf Technischen Service warten.
Anscheinend haben sie auch keine zusätzliche Kapazität eingekauft.
Fazit
Unser Betriebsergebnis ist nicht sehr positiv ausgefallen. Die hohen Kosten durch die Investition, sowie die zusätzlichen Mitarbeiter, konnten die gering gestiegenen Absatzzahlen nicht tragen. Wie in der Vorperiode hatten wir nun mehr Kosten als Einnahmen. Wir haben zwar insgesamt ein besseres Ergebnis als in der Proberunde, aber haben immernoch nicht aus den Fehlern gelernt.
Es zeigte sich aufgrund der Konkurrenzanalyse, dass eine Investition in Werbung sich wirklich ausgezahlt hat. Außerdem wurden niedrige Preise, natürlich, vom Markt positiv angesehen. Wir hätten vielleicht einen etwas günstigeren Preis aushandeln sollen, und dabei noch mehr in Werbung investieren müssen. Ansonsten liegen wir recht gut, mit der Investition in zusätzliche Infrastruktur. Unsere Kunden sind zufrieden, und unsere Kapazitäten immernoch nicht voll ausgeschöpft. Einem erheblich schnelleren Wachstum in der kommenden Periode können wir definitiv standhalten.
Außerdem haben wir gelernt, dass unsere Planzahlen noch nicht ganz ausgereift sind. Wir liegen zwar in vielen Bereichen recht nah am tatsächlichen Ergebnis, doch sehen wir auch, dass an anderen Stellen die Planung noch genauer sein muss. Wenn wir hier noch mehr Arbeit investieren, können wir sicherlich in Zukunft, unterstützt durch ordentliche Planzahlen, sicher in die vorderen Bereiche des Marktes voranstoßen.
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