Jahresabschluss
Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu, und es empfiehlt sich daher einen Jahresabschluss zu machen.
Ein Jahresabschluss heißt in diesem Fall, einen vollständigen Rückblick auf die Ereignisse des Jahres zu wagen. Vielleicht habe ich mir gute Vorsätze zu Beginn des Jahres 2007 vorgenommen, oder ich habe beschloßen ein Projekt anzugehen. Vielleicht wollte ich erste Schritte in die eigene Selbstständigkeit wagen, oder ein paar Kurse belegen, um die Basics des Unternehmertums kennenzulernen.
Was ich auch geplant habe, mir vorgenommen habe, oder was so auf mich eingestürzt ist, ich sollte mir am Ende des Jahres die Zeit nehmen alles kritisch zu betrachten, und zu bewerten. Wie habe ich abgeschnitten, was habe ich erreicht, was habe ich nicht erreicht? Was wollte ich unbedingt erreichen, und was war mir wirklich wichtig am Anfang des neuen Jahres?
Vorbereitung
Ich werde meinen persönlichen Jahresabschluss systematisch angehen. Daher beginne ich damit mir aufzuschreiben welche Ziele, gute Vorsätze, Wünsche oder Hoffnungen ich in das vergangene Jahr gesteckt habe. Vielleicht habe ich bereits einen Ort in dem ich diese Ziele aufgeschrieben habe.
Was habe ich mir also für das Jahr 2007 vorgenommen? Ich habe doch bestimmt, wie jedes Jahr, gute Vorsätze gehabt. Ich wollte das Jahr besser angehen, produktiver sein, mehr Sport machen, bestimmte Bücher lesen, Kurse besuchen, im Beruf aufsteigen, eine Gehaltserhöhung bekommen, meinen Beruf wechseln, oder mich Selbstständig machen. So viele gute Vorsätze werden jedes Jahr abgeschlossen, doch wieviele werden davon wirklich umgesetzt?
Mein Vorsatz war es in meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit einen wichtigen Schritt zu gehen. Ich habe meinen Weblog gestartet, und biete nun kostenlose Existenzgründungsberatung an. Nachdem ich das gesamte letzte Jahr mit dem Aufbau meines Wissens, und einem Portfolio an Methodiken sowie einem Grundverständnis des Prozesses der Existenzgründung zugebracht habe, wollte ich nun den ersten Schritt in die Öffentlichkeit wagen.
Es kann nur hilfreich sein, die Ausgangssituation zu kennen, in der ich die guten Vorsätze für das Jahr 2007 beschlossen habe. Wenn ich verstehe warum ich mir diese Vorsätze auferlegt habe, kann ich nämlich in einem der nächsten Schritte besser begreifen warum ich vielleicht nicht so erfolgreich damit war, oder warum ich gerade damit sehr erfolgreich war. Aber dazu erst später.
Ich sollte nun also eine Liste vor mir haben, idealerweise handschriftlich auf einem echten Blatt Papier, mit allen Vorsätzen die ich für das Jahr 2007 aufgestellt habe, mit allen Zielen die ich erreichen wollte, und allen Dingen die ich machen wollte.
Reflketion
Je länger meine Liste nun ist, desto genauer kann ich das hinter mir liegende Jahr bewerten, und kann vielleicht schon einen besseren Start planen. Sicherlich gibt es sehr wenige Menschen die mit ihrem Jahr, und ihren Vorsätzen zufrieden sind. Die meißten Menschen möchten sich stetig verbessern, die Dinge optimieren, und haben immer neue Ideen und Wünsche die sie beschreiten wollen.
Ich sehe mir also alle Punkte auf der Liste an, und gehe jedes Thema einzeln durch. Wichtig ist, dass diese Liste vollständig ist, und dass ich kein Thema auslasse, egal wie unliebsam ich es betrachte. Es gilt einen sauberen Strich unter das Jahr zu setzen, und erste Schritte in die Verbesserung einzuleiten.
Mein erster Punkt auf der Liste ist also “Weblog erstellen, und regelmäßig Artikel einstellen”. Das Ziel dieses Vorsatzes war es, dass ich einen ersten Schritt in meine nebenberufliche Selbstständigkeit setze, erste Erfahrungen sammle, und eine Wissensbasis für mich und meine interessierten Leser schaffe. Ich wollte mein Wissen durch das Schreiben von Artikeln erweitern, und Menschen mit dem Wunsch der nebenberuflichen Existenzgründung, dem Wunsch nach mehr Organisation und Planung, nach Motivation, oder dem Verbessern der Lebenssituation im beruflichen Sinn helfen, indem ich ihnen Tipps und Techniken nahelege, oder mit Fachwissen unterstütze, oder Anleitungen gebe, wie sie verschiedene Probleme angehen können.
Ich gebe zu, das klingt alles etwas komplex für den Außenstehenden, aber der Sinn dieser Reflektion ist doch, mich selbst zu verbessern. Ich schreibe also die Ziele meiner Vorsätze auf. Wenn ich das Ziel kenne, kann ich erkennen wie wichtig dieser Vorsatz war, bzw. immernoch ist.
Um die Situation noch besser zu durchleuchten hilft es oft, wie vorhin angesprochen, den Kontext zu kennen, in dem dieser Vorsatz entstanden ist. Warum wollte ich einen Weblog erstellen? Weil ich auf diese Weise in Kontakt mit den Interessenten treten wollte, meine Wissensdatenbank so besser füllen konnte, und weil ich über das Medium Internet idealer meinen Kunden helfen kann. Warum wollte ich nebenberuflich meine Existenz gründen? Weil ich das Thema faszinierend finde, und der Meinung bin, dass jeder Mensch sich ein sicheres zweites Standbein schaffen sollte, weil der Beruf als Angestellter leider niemals sehr sicher sein kann. Außerdem liebe ich es zu Gründen und etwas aus eigener Kraft und Motivation heraus zu schaffen.
Viele Menschen werden sicher schon in dieser Phase feststellen, wie die Grundmotivation für diesen Vorsatz wieder hochsteigt. Ich verspüre wieder Lust diesen Vorsatz anzugehen, und will ihn mir wahrscheinlich weiter vornehmen. Natürlich nur in dem Fall, dass ich das Ziel nicht bereits erreicht habe.
Die aktuelle Situation
Nun sollte ich mir anschauen wie ich dieses Ziel, diesen Vorsatz, erreicht habe. Ist er abgeschlossen? Kann ich ihn abhaken? Bin ich mit dem erreichten Ergebnis zufrieden, oder nicht? Vielleicht habe ich nicht alles erreicht, aber einen großen Schritt gemacht? Vielleicht waren es aber auch nur viele kleine Schritte, oder ich habe es nicht einmal richtig begonnen? Wichtig ist hier, dass ich die Situation aufschreibe, wie es heute ist. Es soll hier keine Wertung stattfinden, und ich brauch also erstmal noch kein schlechtes Gewissen haben. Habe ich mein Ziel erreicht oder nicht?
Mein Weblog ist also installiert, ich habe bereits einige Artikel geschrieben, und habe noch einige weitere Artikelideen. Ich habe ein gutes System zum Sammeln meiner Ideen, und kann mich darauf immer verlassen. Ich habe begonnen mit einer regelmäßigen Veröffentlichung von Artikeln, und hatte stetiges Wachstum auf meiner Seite. Dies ist jedoch im letzten Quartal weit zurückgegangen. Meine Besucherzahl nahm natürlich stetig ab, und die Seite könnte nach meiner Meinung auch besser aussehen, und noch mehr Informationen bieten. Außerdem gibt es einige Dinge dich ich an ihr verbessern möchte.
Die Beschreibung der aktuellen Situation erfolgt völlig wertfrei, erst im nächsten Schritt werden Ursachen gesucht, und wird dieser Vorsatz für sich geprüft und bewertet.
Die Bewertung
Wie bewerte ich nun also den Ausgang meines Vorsatzes? Bin ich zufrieden mit dem erreichten Ergebnis? Hätte ich mehr machen können?
Vielleicht hat sich im Laufe des Jahres vieles verändert, und der Vorsatz war nicht mehr aktuell. In dem Fall haben sich meine Prioritäten geändert, und der Vorsatz gilt als verworfen. In diesen Situationen ist es dennoch wichtig festzuhalten warum er verworfen wurde, was sich geändert hat, und ob diese Veränderung von Dauer ist.
Ich kann nun hier auch schreiben ob ich zufrieden mit dem Ergebnis bin oder nicht. Vielleicht gibt es Dinge die ich hätte besser machen können, oder vielleicht ist das Ergebnis ein reiner Flopp. Wie beurteile ich also das Erreichte meines Vorsatzes?
Ich habe meinen Weblog veröffentlicht, und ein paar gute Artikel geschrieben. Die Seite steht und ist funktional, und die Besucherzahl gefällt mir. Die Veröffentlichungsfrequenz ist zwar zurückgegangen, doch dies hatte berechtigte Gründe. Ich war also nicht faul, sondern hatte viel weniger Zeit. Ich finde es zwar sehr schade, dass ich nicht so viele Artikel schreiben konnte wie ursprünglich vorgenommen, aber die Situation gab es nicht anders her, und ich hätte es auch nicht anders machen können.
Das Fazit
Habe ich nun den Vorsatz beschrieben und bewertet, gilt es ein Fazit zu schließen. Ist der Vorsatz abgehakt oder gilt er weiterhin? Habe ich daraus etwas gelernt, oder nicht? Bin ich allgemein zufrieden damit oder nicht? Muss ich ihn weiter planen, optimieren, oder kann ich ihn so weiter für das nächste Jahr übernehmen? Sehe ich Chancen in seiner Umsetzung im neuen Jahr?
Ich habe mein Ziel erreicht, habe gute Fortschritte gemacht, und kann den Vorsatz als bestanden bzw. erfüllt festlegen. Ich werde ihn selbst für mein neues Jahr nicht mehr fortsetzen, aber die Verbesserung des Bestehenden als neuen Vorsatz festlegen. Ich werde mehr Artikel schreiben, einige Neuerungen und Erweiterungen einbauen, und noch ein paar weitere Richtungen mit meinem Weblog einschlagen.
Der Jahresabschlußplan
Habe ich nun all meine Vorsätze reflektiert und bewertet, gilt es nun das vergangene Jahr zu bewerten. Wieviel Ziele habe ich mir gesetzt, wieviele davon habe ich erreicht? War ich im Gesamtbild in meinem Jahr produktiv, oder eher faul? Hat sich viel verändert, und habe ich viele neue Wege eingeschlagen, oder bin ich quasi auf der Stelle geblieben?
Ich habe mir ein paar wichtige Schritte vorgenommen und kann viele davon als erledigt deklarieren. Die kleineren, für mich persönlich eher unbedeutenden Vorsätze, wie mehr Sport machen, und regelmäßiger morgens aufstehen, habe ich nur teilweise erreicht, aber durch die fundamentale Veränderung in meinem Leben sind diese Vorsätze noch weiter nach hinten gerückt. Sie gelten als noch unwichtiger, und wurden von wichtigeren neuen Zielen verdrängt.
Mein Jahr kann ich also als erfolgreich bewerten, und mich als zufrieden einstufen. Selbstverständlich gibt es Dinge die ich hätte besser machen können, aber ich habe auch viele Dinge sehr gut gemeistert.
Der Auftakt ins neue Jahr
Auf Basis der Jahresbewertung gilt es nun einen Auftakt ins neue Jahr vorzunehmen.
Welche neuen Vorsätze habe ich für das neue Jahr?
Sicherlich habe ich bereits viele Vorsätze wie vernünftiger zu Essen, oder, wie oben beschrieben, meinen Weblog zu verbessern, aber ich sollte doch nochmal meine Situation kurz bewerten. Wo befinde ich mich heute, und wo möchte ich am Ende des kommenden Jahres sein? Bin ich zufrieden in meiner Situation, oder könnte ich da etwas verbessern? Könnte ich vielleicht beruflich aufsteigen wollen, oder möchte ich mich vielleicht Selbstständig machen?
Ich sollte also eine neue Liste meiner guten Vorsätze machen. Alles was ich erreichen möchte, und was ich wirklich bereit bin anzupacken gehört auf diese Liste. Wie ich diese Dinge im kommenden Jahr plane werde ich in weiteren Artikeln näher beschreiben. Jetzt gilt es erstmal nur die Dinge zu sammeln.
Diese Liste sollte ich in eine spezielle Mappe, oder einen speziellen Ordner aufbewahren. Sie gilt als Grundlage für das neue Jahr. Ich kann dies natürlich auch elektronisch am Computer verwalten, doch besteht hier die Gefahr, dass das Dokument verloren geht, oder nicht genug Beachtung erhält. Außerdem kann ich auf echtem Papier viel besser Ideen beschreiben, und eine völlig eigene Struktur entwickeln. Zuguterletzt wird die Kreativität mit einem Stift in der Hand, und einem darunterliegenden Papier geweckt.
Ein Schlußwort
Viele Menschen nehmen sich Jahr für Jahr neue Dinge vor. Zum Ende des Jahres werden viele gute Vorsätze formuliert, die bereits im ersten Quartal schon über den Haufen geworfen wurden. Wer sich wirklich verbessern will sollte es dieses Jahr strukturierter angehen. Niemand ist perfekt, und somit wird niemand ausgelacht, wenn er sein Jahr vielleicht nicht so erfolgreich gemeistert hat wie er es sich gewünscht hätte. Niemand wird verurteilt weil jeder seine Fehler hat, und jeder sich Dinge vorgenommen hat die nicht eingehalten wurden. Solange man aber den Willen zur Verbesserung hat, ist man ein Mensch, und solange kann man versuchen seine Ziele besser anzugehen, und vielleicht erfolgreicher zu bestehen als zuvor.
Ich wünsche also all meinen Lesern einen guten Einstieg in das neue Jahr 2008, und werde weiterhin versuchen bei dem Verbesserungsprozess zu helfen, und Sie alle bei ihren Zielen zu unterstützen. Sei es alleine mit den Artikeln, oder persönlich über Email.
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