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Businessplan

Um meine Existenzgründung ordentlich durchzuplanen, und eine solide Basis zu erstellen, ist ein Businessplan unumgänglich. Wenn ich plane mich hauptberuflich Selbstständig zu machen, und dabei vielleicht sogar noch Kapitalgeber suche, muss ich einen Businessplan erstellen, der mein Geschäftskonzept verdeutlicht.

Kapitalgeber verlangen einen sauber strukturierten, und vollständigen Businessplan, bevor sie überhaupt die Möglichkeit meiner Finanzierung überlegen. Aber auch einige Anwälte und Rechtsberatungen wünschen einen Businessplan, damit sie ein besseres Bild über mein Vorhaben erhalten, und mich dadurch besser unterstützen können.

Welche Dinge gehören also in einen Businessplan? Welche Aspekte muss ich zwingend beachten, und welche Kapitel könnten zusätzlich hilfreich sein.

Der Grundaufbau

Der Grundaufbau eines Businessplans sieht bei den meissten Personen und in den meissten Lehrbüchern gleich aus. Nachfolgend also alle Elemente die hilfreich sein könnten, und die ich bedenken sollte.

Gründungsidee

Selbstverständlich sollte der Businessplan mit der Beschreibung meiner Geschäftsidee beginnen. Ich sollte umschreiben was mein Unternehmen anbieten, und wie es damit Geld verdienen wird. Die wichtigsten Fakten über den allgemeinen Tagesablauf meines Unternehmens, die Branche, und die Zielkunden sollte ich hier umreissen.

Weiterhin könnte es hilfreich sein den mir gestellten Auftrag zu verdeutlichen. Was macht mein Unternehmen? Wozu wird es beauftragt? Welche Probleme wird es lösen? Wie wird es diese Probleme lösen? Und was ist mein Alleinstellungsmerkmal, der sogenannte USP (Unique Selling Proposition)?

Mein Unternehmen kann natürlich mehrere Ziele verfolgen. Es sollte jedoch eine grundlegende primäre Richtung aufweisen, in die es gehen möchte. Es gilt eine Nische zu besetzen, in der das Unternehmen sich halten kann.
Lebenslauf

Ein Lebenslauf in meinem Businessplan ist nicht zwingend erforderlich, doch könnten es manche Kapitalgeber wünschen. Ich sollte hier nach den marktüblichen Richtlinien vorgehen. Wichtig ist, was ich bisher beruflich gemacht habe, und welche Ausbildung ich habe. Viele Kapitalgeber wollen damit sichergehen, dass ich die nötigen Anforderungen für meine Branche, sowie für das Vorhaben ein Unternehmer zu werden mitbringe. Natürlich macht eine gute Ausbildung noch keinen guten Unternehmer, doch leider sehen viele Kapitalgeber dies sehr konservativ.

Rechtsform

In Deutschland geht nichts ohne die nötigen Formalien und Gesetze. Somit muss ich die von mir gewählte Rechtsform für mein Unternehmen angeben. Im Allgemeinen gibt es die Form des Einzelhandels, eine OHG, eine KG, eine GmbH, und eine AG. Jede Rechtsform hat ihre Vor- und Nachteile, und ich sollte mich genau informieren, welche Form hier für mich die Geeignete ist. Ich werde sehr bald einen Artikel zu diesem Thema schreiben, in dem ich auf die einzelnen Rechtsformen näher eingehe.
Marktanalyse

Eine genaue Analyse der Branche, in die ich mit meinem Unternehmen einsteigen will, ist unumgänglich. Es ist sehr wichtig, dass ich viel Zeit und Genauigkeit in die Analyse des Marktes lege. Ich sollte meine Konkurrenz in jeder Größe kennen. Welches Unternehmen ist weltweit das Erfolgreichste in meiner Branche, mit der Dienstleistung oder mit dem Produkt das ich auch anbieten möchte? Wenn nicht genau das gleiche Produkt, oder die Dienstleistung, dann zumindest ein Ähnliches. Welches Unternehmen ist in Deutschland das Erfolgreichste in diesem Sektor? Wo ist der Firmensitz, und wer ist der Geschäftsführer? Welche Kunden hat dieses Unternehmen, und welche Leistungen bietet es an? Dann sollte ich meine näheste Konkurrenz bestimmen. Welche Unternehmen gibt es in meiner Region mit gleichem oder ähnlichem Produktportfolio?

Je genauer ich den Markt abstecke, desto besser kann ich meine Chancen bestimmen. Ich kann jedoch auch bereits einen Weg erkennen, wie ich mich in diesem Markt beweisen kann. Je genauer ich meine Konkurrenz unter die Lupe nehme, desto besser kann ich Schwachstellen erkennen, und diese direkt in meiner Gründungsidee berücksichtigen.

Leistungen und Produkte

Ich sollte hier mein gesamtes Produktportfolio genau beschreiben. Welches Produkt, oder welche Dienstleistung biete ich an? Ist es bereits vorhanden, oder muss es noch erstellt, oder ausgearbeitet werden? Besitze ich Patente auf die Techniken, oder plane ich welche anzumelden?
Habe ich für die Dienstleistung bereits genaue Pläne entwickelt? Eine Reihe von Seminarplänen, oder Handbüchern? Vielleicht habe ich bereits ein paar Probedurchführungen vollzogen, und kann so besser beschreiben, wie meine Dienstleistung aussehen könnte?

Dieses Kapitel sollte ich vielen meiner Freunde und Verwandten zeigen. Sie sollten es gut und ehrlich bewerten. Wenn sie nicht von meiner Idee überzeugt sind, wird es schwieriger Kapitalgeber von der Idee zu überzeugen. Wenn ich keine Kapitalgeber brauche, kann ich damit etwas lockerer umgehen. Im Endeffekt kann niemand sagen, ob eine Idee erfolgreich sein kann, oder nicht, und desshalb sollte ich an meiner Idee festhalten. Wenn ich wirklich von ihr überzeugt bin, und gewillt bin all meine Kraft beizusteuern sie umzusetzen, habe ich die ersten nötigen Schritte bereits erledigt.

Zielgruppe

Welche Zielkunden habe ich? Kann ich sie besser identifizieren und lokalisieren? Sind es bestimmte Personen die in bestimmten Gegenden wohnen, oder Leute bestimmten Alters? Sind es vorwiegend Frauen, Männer, Schüler, Kinder, Senioren, Manager, Arbeitslose, was auch immer? Ich sollte einen Beispielkunden genau beschreiben. Wie alt ist er, wo wohnt er, welche Hobbies und Interessen hat er? Wo arbeitet er, und welche Planungen hat er? Alle Informationen die zur Bestimmung meines Zielkunden dienen, sollte ich beachten und beschreiben. Anhand dieser Beschreibung sollte jede Person sofort bestimmen können, ob jemand zu meinen Zielkunden gehört oder nicht. Man sollte genau wissen wie man diesen Zielkunden bestimmen kann, und wie man erfährt ob er zu meinem bevorzugten Zielkunden gehört.
Marketing

Ein genauer Marketingplan für die ersten Jahre kann viel Stress vermeiden. Wenn ich mir vorher Gedanken mache, wie ich mein Produkt oder meine Dienstleistung, mein Unternehmen bekannt machen will, muss ich während der Umsetzung nurnoch die Pläne befolgen. Einen genauen Marketingplan zu erstellen ist sehr schwierig. Ich muss viele Dinge beachten und berücksichtigen, wie die Finanzierung, die Sachmittel, die situative und zeitliche Festlegung, Wirkungsbereiche, Ziele und Transportwege. In dem Plan sollte genau beschrieben stehen, was genau ich wann wie wo und warum machen möchte. Er sollte im Notfall von einer fremden Person durchgeführt werden. Er sollte also so beschrieben werden, dass jede Person ihn genau so umsetzt, wie ich es mir vorstelle.
Personalbedarf /-vorstellung

Wenn es bereits ein Projektteam, oder Personal gibt, das ich einplanen möchte, dann muss ich sie in diesem Kapitel erwähnen. Gibt es weitere Gründer neben mir in meinem neuen Unternehmen? Habe ich bereits erste Mitarbeiter die ich direkt einplanen möchte? Gibt es vielleicht bereits feste Stellenbeschreibungen die in naher Zukunft befüllt werden sollen?

Kostenplan

Ein Kostenplan ist für Kapitalgeber zwingend erforderlich. Nach der Vorstellung der allgemeinen Geschäftsidee ist es das erste Kapitel, in das sie einen Blick hineinwerfen. Das bedeutet, dass ich hier besonders viel Arbeit hineinstecken muss, wenn ich auf Fremdkapital angewiesen bin.

Jedoch sollte ich mir sehr gut überlegen, ob ich wirklich Fremdkapital möchte. Brauche ich wirklich einen Büroraum mit der Gründung, oder reicht nicht erstmal meine Wohnung als Büro? Brauche ich zu Beginn direkt neueste Computer und Büromöbel, oder reicht eine günstige ältere Maschine und der Schreibtisch von Verwandten? Fremdkapital bedeutet eine hohe Verantwortung. Ich muss neben meinen persönlichen Interessen dann auch die Interessen meiner Kapitalgeber berücksichtigen. Und wollte ich mich nicht zuguterletzt Selbstständig machen um Vorgesetzten zu entfliehen?

Investitionen

Mit Fremdkapital muss auch gearbeitet werden. Somit muss ich genau einplanen in welche Dinge ich die ersten Jahre investieren möchte. Brauche ich ein Büro, Computer, Lagerhallen, Fahrzeuge, Personal, Maschinen oder sonstiges? All diese Dinge sollte ich genau verplanen, damit ich auch genau verfolgen kann wie das Kapital eingesetzt wird. Diese Informationen sind ebenfalls sehr wichtig für Kapitalgeber.

Fazit

Je nach Branche und Geschäftsidee könnte sich die Wichtigkeit einiger Kapitel natürlich verändern. Bei kleinen Webstartups wird ein Kostenplan sicher nicht nötig sein, da ich kein Fremdkapital benötige. Dennnoch könnte es sinnvoll sein, wenn ich plane Eigenkapital in gewisse Investitionen zu stecken. Oder ich brauche vielleicht keinen komplexen Marketingplan, wenn ich bereits ein paar potenzielle Kunden habe, mit denen ich ersteinmal ein paar Monate über die Runden komme.
Einen Businessplan zu erstellen hilft nicht nur Kapitalgebern, sondern auch mir selbst, meine Gründungsidee genau von vielen Seiten her zu bedenken. Er hilft mir mehr Klarheit zu schaffen über notige Rahmenbedingungen, und unterstüzt mich bei der Entwicklung und beim Aufbau meines Unternehmens. Ich erkenne besser meinen Weg, und kann so zielgerichteter agieren.

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Kommentare (1) -> “Businessplan”

  1. Die Gründungsidee
    16 Oktober 2007 21:11
    1

    [...] ich einen Businessplan aus den daraus gewonnenen Informationen schreibe, habe ich hier [...]

Antworten




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