Ziele
Es gibt verschiedene Arten von Zielen. Und jeder Mensch sollte jede dieser Arten in seinen eigenen Zielen wiederfinden. Warum sollte er das? Warum sollte ich überhaupt Ziele haben? Sind Ziele notwendig? Sie liefern mir kein Geld. Nur Taten liefern mir Geld. Ausserdem kam ich bissher auch sehr gut ohne Ziele zurecht.
Selbstverständlich sind Ziele nicht notwendig um zu überleben. Doch ist das bloße Überleben das einzige, das ich im Leben erreicht haben möchte? Es muss doch noch mehr geben. Vielleicht möchte ich eine Familie gründen. Ich möchte ein eigenes Haus besitzen. Oder ich möchte ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Vielleicht möchte ich aber auch eine besondere Leistung schaffen. Einmal auf den Mount Everest geklettert sein. Oder am Iron Man teilgenommen haben.
Ich setze mir Ziele im Leben, um nicht zu stagnieren. Ich möchte mich verbessern. Ich möchte mich entwickeln. Ich möchte Vorwärtskommen und Ziele erreichen. Ich möchte stolz auf mich sein, wenn ich meine Ziele erreicht habe, oder einfach von den Vorteilen oder dem Ergebnis daraus profitieren. In welcher Art und Weise auch immer.
Ziele helfen zudem meiner Motivation. Wenn ich genau weiss was ich möchte, und mir bewusst bin, wohin mein Leben gehen soll, kann ich die Dinge auch besser anpacken. Das Wissen um die Ziele selbst, und um die Begründung dieser Ziele, treibt mich dazu, sie auch zu beenden. Ich muss wissen was ich erreichen will, und warum ich es erreichen will.
Die Arten von Zielen
Wie überall gibt es auch bei Zielen viele Unterscheidungsmethoden. Ich persönlich präferiere hierbei zwei Methoden, die miteinander kombiniert eine gute Basis schaffen.
Zeitliche Unterscheidung
Ich unterscheide also kurzfristige Ziele, mittelfristige Ziele und langfristige Ziele.
Kurzfristige Ziele sind solche, die ich innerhalb eines Tages, bis maximal einen Monat erreichen kann. Natürlich kommt die genaue Kategorisierung auf den Kontext an. Für ein Projekt auf der Arbeit kann ein Monat schon ein langfristiges Projekt sein. Wenn ich aber für einen Marathon trainieren möchte, ist dieser Monat noch ein kurzfristiges Ziel. Ich sollte also genau überlegen, zu welcher Kategorie mein Ziel gehört.
Zu den typischen kurzfristigen Zielen gehören solche Marathonläufe, das Renovieren eines Zimmers, das Lesen eines Buchs, oder die Erstellung eines Businessplans für meine neue Existenzgründung.
Mittelfristige Ziele sind diejenigen, die ich zwischen einem Monat und etwa einem Jahr erreichen kann. Sie bedürfen mehr Aufwand, und unterteilen sich in mehrere Einzelschritte, als die kurzfristigen Ziele. Auch hier gilt, dass mittelfristige Ziele auch bis zu 10 Jahren andauern können. Möchte ich zum Beispiel mein Gewicht reduzieren, und dadurch einen Berufswechsel anstreben, für den ich in eine andere Stadt ziehen möchte, könnte ich dies als mittelfristiges Ziel ansehen. Denn, wenn das Ziel einmal erreicht ist, dann ist alles vorbei. Dann ist die Arbeit dafür definitiv abgeschlossen.
Langfristige Ziele sind solche, die 10 Jahre oder mehr bedürfen, und sich auf große Teile meines Lebens auswirken. Möchte ich ein Unternehmen gründen und langfristig Vollzeitselbstständig sein, dann ist dies ein solches Ziel. Hier kann es gut sein, dass andere Personen mir sagen könnten, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt dieses Ziel erreicht habe. Ich jedoch könnte davon noch nicht überzeugt sein, und bin erst zufrieden, wenn ich einen bestimmten Umsatz erreicht habe, oder eine deutlichere und solidere Marktposition besetze. Das Ziel eines erfolgreichen Unternehmens ist schließlich weit auslegbar. Für die Einen mag der Erfolg darin liegen, dass das Unternehmen sich selbst finanzieren kann, und für die Anderen mag es die oberste Marktposition sein. Solche Ziele, für die man am Meißten arbeitet, und die sich auch am ehesten wandeln können, sind langfristige Ziele.
Die zeitliche Unterscheidung von Zielen hilft mir bei der Priorisierung meiner Aufgaben. Es könnte passieren, dass ich an einem mittelfristigen Ziel hart arbeite, und dabei jedoch meine kurzfristigen Ziele außer Acht lasse. Damit schaffe ich mir nur noch mehr Probleme, und erreiche vermutlich gar keine Ziele, aufgrund von Stress und Frustration.
Es gilt also meine Ziele innerhalb der Fristigkeit zu erledigen, die ich ihnen selbst zugesichert habe. Doch sind alle kurzfristigen Ziele gleich priorisierbar?
Kontextuelle Unterscheidung
Ich muss also noch eine weitere Unterscheidung von Zielen vornehmen, um deren Wichtigkeit zu verstehen, und sie letztendlich sauber priorisieren zu können.
Ich unterscheide also viele Bereiche meines Lebens. Ich könnte berufliche Ziele haben, Ziele in meinem Liebesleben, physische Ziele, materielle Ziele, oder auch psychische Ziele.
Jeder Bereich ließe sich ebenfalls in mehrere Unterbereiche aufteilen. Berufliche Ziele beispielsweise könnten somit die Ziele meines Arbeitgebers darstellen, also die Erfüllung meiner Projekte und meines Arbeitsauftrags. Jedoch könnten es auch die Ziele meines eigenen Nebenerwerbs darstellen. Es könnte die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens sein, oder die Erfüllung von Kundenprojekten.
Eine einheitliche Kategorisierung gibt es hierbei nicht. Ich muss mir selbst in meinem momentanen Lebenskontext die Kategorien überlegen, und festlegen. Hierbei sollte ich versuchen, alle Aspekte meines Lebens einzuplanen. Möchte ich meine Konstitution verbessern und mehr Sport treiben? Möchte ich mehr Geld verdienen? Möchte ich neue Menschen kennenlernen? Oder fremde Länder bereisen, neue Sprachen lernen, neue Dinge lernen? All diese Ziele die ich erreichen möchte, und diese die mich aktuell beschäftigen, sollte ich in meiner Kategorisierung berücksichtigen.
Ziele festlegen
Wenn ich also eine Liste aller Lebenskategorien aufgestellt habe, gilt es für mich, diese zu priorisieren. Welche Kategorie ist mir am Wichtigsten? Welche steht als oberste Kategorie auf meinem Plan, und welche Anderen können dieser Kategorie weichen? Gibt es vielleicht Dinge, die ich eigentlich garnicht mehr machen möchte, und verfolgen möchte, aber derzeit noch tue? Ich sollte mein Leben also so aufteilen, dass ich mit jeder übriggebliebenen Kategorie glücklich bin, und diese auch weiterhin bewusst verfolgen möchte.
Eine zeitliche Unterteilung der Kategorien selbst ist ebenfalls vorteilhaft. Möchte ich diese Kategorie für den Rest meines Lebens haben, oder nur für die nächsten Jahre? Vielleicht sollte ich die Kategorien umsortieren, und die Priorisierung so verändern, dass die wichtigen Kategorien, und die kurzfristigen Kategorien auf ähnlichem Leven stehen?
Bin ich einmal fertig mit der Priorisierung, kann ich also mein Leben besser einplanen. Ich sollte hierbei keine Kategorie vernachlässigen, denn das führt zu Stagnation. Ich möchte nicht stagnieren, und ich habe bereits entschieden, dass jede Kategorie wichtig für mich ist.
Loslegen
Habe ich also alle Kategorien aufgeschrieben, diese richtig sortiert und priorisiert, und bin ich mir nun über mein weiteres Leben bewusst, gilt es diese Ziele anzupacken. Für jede Aufgabe muss ich sie nach der Kategorisierung ebenfalls priorisieren. Wenn ich 10 Aufgaben habe, die erfüllt werden müssen, sollte ich sie nach meiner Priorisierung einteilen. Ist mir der Beruf am Wichtigsten, stelle ich die anderen Aufgaben erstmal zurück, und mache mich notfalls auch auf Überstunden gefasst. Ist mir jedoch mein Privatleben wichtiger, muss ich damit rechnen, dass mein Arbeitsverhältnis darunter leidet. Sind mir sowohl berufliche als auch privatberufliche Dinge gleichwichtig, so muss ich abwägen. Vielleicht kann ich etwas mehr Arbeitszeit in das eine Projekt investieren, bis es einen vertretbaren Punkt erreicht hat, und arbeite dann aber auch mindestens zu einem festgelegten Ziel für mein eigenes Unternehmen.
Es gibt hierbei keine richtige oder falsche Kategorisierung. Wichtig ist, dass ich hinter dieser Kategorisierung stehen kann, und die vollen Konsequenzen auf mich nehmen kann, und auch will.
Konsequenzen
Die Konsequenzen sollten mir bei meinem Handeln stets bewusst sein. Wenn ich mein Privatleben vor meinem Berufsleben priorisiere, muss ich damit leben, dass mein Beruf auch darunter leiden könnte. Nochmal: Es gibt kein moralisches Richtig oder Falsch. Es ist völlig legitim, dass ich mein Privatleben vor meinem Berufsleben priorisieren möchte, und somit auch eher zu meinen Kindern nach Hause fahre, anstatt bis in die Nacht an einem Projekt zu arbeiten. Wenn ich mich jedoch hierzu entscheide, muss ich mit den Konsequenzen rechnen, und mit ihnen umgehen können.
Ich sollte mir die Konsequenzen also genau überlegen. Kann ich damit leben, dass mein Chef wütend auch mich ist? Oder kann ich eher damit leben, dass ich meine Kinder dann erst morgen Abend sehe? Kann ich im schlimmsten Fall damit leben, dass ich meinen Beruf verlieren könnte?
Natürllich ist diese Situation zugespitzt formuliert, dennoch sollte ich auch mit den schlimmsten Fällen rechnen, und sie einkalkulieren.
Kann ich mit den Konsequenzen leben, ist alles in Ordnung. Wenn ich jedoch damit nicht klarkommen könnte, muss ich meine Priorisierung anpassen. Erst wenn alles in richtiger Reihenfolge priorisiert ist, kann ich glücklich und zufrieden, selbstsicher und zielgerichtet leben.
Wichtig ist, dass ich diese Priorisierung auch aktiv und bewusst vornehme. Das Leben, und die Dinge um mich herum haben nämlich die Angewohnheit sich selbst zu priorisieren, wenn ich es nicht tu. Und selten stimmt das Ergebnis mit meinem Ideal überein. Zumal die Dinge sich dann gegeneinander ausspielen könnten, und ich dann das Problem habe damit umzugehen. Im schlimmsten Fall müssen mehrere Dinge zur selben Zeit fertig werden, und verlangen vollste Aufmerksamkeit meinerseits. Die Folgen sind Chaos, Stress, Frustration und Unglück.
Es ist also wichtig, dass ich meine Ziele anpacke, sie kategorisiere, priorisiere, und mir einen Plan erstelle, um mein Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Dies gilt für jede Person in jeder Lebenssituation.
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27 Juli 2007 12:43
[...] erledigen will, und was ich mir davon erhoffe. Näheres zu diesem Thema habe ich im Artikel über Ziele erörtert. Ich kann zusätzliche Informationen sammeln, oder Bilder, Artikel, Kontakte, oder auch [...]