Business Frau

Frustration

Ich hab keine Lust. Ich bin demotiviert. Ich bin frustriert. Was mache ich hier eigentlich? Ich wollte doch eigentlich etwas völlig Anderes werden. Wieso arbeite ich nun 40 Stunden die Woche hier? So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt.

Ich gebe zu, ich dramatisier etwas. Doch allgemeine Frustration über meine momentane Situation ist mir nicht unbekannt. Ich zweifle mein ganzes Leben, oder größere Teile davon an, und frage mich, ob ich wirklich glücklich bin mit meiner Situation. Ist der Beruf den ich gewählt habe der Richtige? Kann ich mir vorstellen ihn für die nächsten 30 Jahre auszuüben?

Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der solche Downphasen erlebt. Manchmal steckt man in einer Sackgasse, oder hat zu viel Stress. Es geschehen viele Dinge, die ausserhalb meiner Macht liegen, und über mich hereinbrechen. Ich sehe in diesen Momenten nur Arbeit und Stress, Frustration und Unlust, Perspektivlosigkeit und Zweifel. Ich verspüre den Drang alles stehen und liegen zu lassen, und wegzulaufen. Vielleicht verspüre ich auch ein starkes Fernweh. Ich möchte einfach ins Auto steigen, und weit weg fahren. Oder einen Flug nach Australien buchen.

Keine Panik

Fakt ist, jeder hat einmal solche Situationen zu bewältigen. Ich sollte also erstmal ruhig bleiben. Ich sollte mich ersteinmal zurücklehnen, die Augen schließen, und nachdenken. Tief durchatmen und Pause machen. Oft kommen solche Situationen nämlich in Zeiten größter Anstrengung. Wenn ich ausgelastet bin, und viel zu tun habe, und mir die Dinge langsam über den Kopf wachsen, möchte ich selbstverständlich den Kopf einziehen. Viel Arbeit und viel Stress, viel zu tun, und wenig Zeit für mich. Das macht schließlich niemandem Spaß.

Bevor ich also völlig zusammenbreche sollte ich die Dinge erstmal liegen lassen. Weiteres Arbeiten würde sowieso nichts bringen. Die Qualität des Ergebnisses, sowie meine Laune würden gleichermaßen sinken.

Natürlich kann so eine Frustration in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Ausprägungen haben. Manchmal bin ich nur genervt, lasse es aber erstmal auf sich beruhen. Manchmal ist es aber auch so stark, dass ich aufhören muss. Sicher kommen letztere Situationen eher selten vor, aber es kann passieren. Auf jeden Fall sollte ich etwas dagegen tun, um es nicht schlimmer werden zu lassen.

Eine Auszeit

Ich sollte auf mein Gefühl hören. Wenn ich Fernweh verspüre, sagt mir mein Körper, ich solle etwas Neues ausprobieren. Ich muss hierfür nicht in andere Länder reisen, oder mit dem Auto flüchten. Es reicht auch, wenn ich mich an Dinge wage, die ich sonst nicht mache. Ich sollte etwas machen, was ich schon immer machen wollte. Etwas ausprobieren was ich schon immer toll fand. Vielleicht habe ich mich bisher nicht getraut es zu probieren. Oder ich hatte einfach nie die Zeit dazu. In solchen Frustzeiten sollte ich mir jedoch die Zeit nehmen. Denn ich habe mir viel zu wenig Zeit für mich genommen.

Oder aber ich versuche Dinge zu tun, die mir eigentlich nicht viel Spaß machen, die aber prinzipiell Vergnügen bereiten. Wenn ich zum Beispiel nicht gerne Schwimmen gehe, sollte ich es mal ausprobieren. Oder ich sollte Joggen gehen. Vielleicht sollte ich mal einen Country Radiosender einschalten, und zu der mir sonst verhassten Musik lauschen.
Solche Dinge bringen mich ersteinmal auf andere Gedanken. Zudem kann ich mir damit selbst beweisen, dass ich doch noch genug Energie habe Dinge zu erledigen, und sie auch zu schaffen. Wenn ich also Schwimmen gehe, fühle ich mich hinterher wieder ausgeruht, und glücklich, da ich eine neue Erfahrung habe, und sie auch durchgezogen habe. Vielleicht entdecke ich so auch neue Hobbies. Ich gebe meinem Leben eine neue Richtung, und neue Lichtblicke.

Ein weiterer Tipp ist, etwas wirklich Blödes zu tun. Ich könnte mir zum Beispiel einen Radiosender aus der Karibik einschalten, und zur wilden Musik zappeln. Wenn ich mich nicht trauen sollte, oder mich schäme, dann habe ich eh ein Problem. Extreme Situationen erfordern nunmal extreme Maßnahmen. Und ich habe den Vorteil etwas Neues auszuprobieren, und durch die zappelnde Bewegung etwas Sauerstoff in mein Gehirn zu kriegen. Das lockert mich auf, und entspannt mich. Ausserdem könnte ich sogar Spaß daran empfinden, und wieder lachen.

Eine Pause ist somit auch nicht mit Nichtszun vergeudet, sondern sinnvoll genutzt. Wenn ich mich nur vor den Fernseher hocke, habe ich nichts damit getan, und die Frustration bleibt. Es ist überaus wichtig niemals stillzustehen, zu stagnieren. Denn keine Veränderung im Leben, sei es im Beruf oder im Privatleben, ist öde. Und diese Öde frustriert. Und Frustration führt zu oben erwähnten Situationen.

Ich sollte also problemorientiert vorgehen. Für jedes Problem gibt es eine Lösung. Und diese muss ich nur finden. Wenn ich immernoch frustriert bin, heisst das, dass es immernoch ein Problem gibt. Also sollte ich genau untersuchen, was mich stört. Wenn ich es gefunden habe, dann kann ich auch etwas daran ändern.

Locker bleiben

Wenn ich locker bleibe, kann mir nichts passieren. Die Dinge sind niemals so schlimm, wie sie im ersten Moment erscheinen. Wichtig ist, wie ich mit den Dingen umgehe. Und gestresstes Vorgehen ändert nichts an der Situation. Also sollte ich grundsätzlich ruhig an meine Aufgaben rangehen. Ich sollte bedacht an die Sache gehen. Immer, wenn ich ein Aufkommen von Stress wahrnehme, ist es ein Zeichen, dass ich nachdenken sollte. Vielleicht sollte ich lockerer herantreten. Vielleicht sollte ich die Arbeitsmethode ändern. Vielleicht brauche ich aber auch einfach eine kleine Pause.

Es gibt dennoch viele Dinge, die nunmal erledigt werden müssen. Einkaufen, Aufräumen, Putzen oder Spülen. Oder einen Anruf tätigen, einen Brief schreiben, einen Kunden kontaktieren, oder ein Projekt erledigen. Solche Dinge, die ich nicht einfach an andere Personen abtreten kann, muss ich akzeptieren. Ich könnte mich natürlich darüber aufregen, und frustriert sein. Aber das will ich nicht. Ich sollte also so schnell wie möglich die Situation akzeptieren. So habe ich mehr Zeit sinnvoll an die Aufgabe heranzutreten. Ich könnte versuchen sie mir interessanter zu gestalten. Ich könnte im Takt zu einer schnellen Musik putzen. Ich könnte versuchen Dinge einzukaufen, die farblich zueinander passen. Oder ich geh in einen neuen Laden einkaufen. Ich könnte den Anruf in einem lustigen Akzenten tätigen. Je herausfordernder die Situation ist, desto eher bin ich gewillt sie mit Freude anzugehen. Es ist wichtig den Spaß an der Arbeit zu finden. Und es ist meine Aufgabe, diesen Spaß zu etablieren, und dadurch meine Motivation zu steigern. Nicht jede Maßnahme liegt jeder Person, aber das Prinzip sollte verständlich sein.

Weitere Tipps

Es gibt viele Dinge, die ich vor Jahren einmal gemacht habe, an denen ich sehr viel Spaß hatte. Vielleicht habe ich früher eine bestimmte Muskband sehr gerne gehört, die ich lange nicht mehr gehört habe. Oder ich habe damals ein Buch gelesen, das mich sehr inspiriert hat. Vielleicht gibt es ein paar Filme die ich sehr gerne gesehen hab. Oder ich habe früher einen Sport ausgeübt, bei dem ich viel Spaß hatte. Damals hatte ich vielleicht genug davon. Ich hab die Band zu oft gehört, das Buch gelesen, oder konnte die Filme schon auswendig nachsprechen. Beim Sport habe ich mich vielleicht verletzt, oder der Verein hat sich aufgelöst. Vielleicht hatte ich damals aber auch einfach keinen Spaß mehr darin.

Es kann sein, dass ich an diesen Dingen jetzt wieder Vergnügen finden könnte. Einen Versuch ist es mit Sicherheit wert. Ich sollte niemals aufhören Dinge auszuprobieren. Ich sollte niemals Dinge verteufeln, die ich nicht versucht habe. Es geht darum mir mein Leben selbst zu gestalten, und Spaß an der Sache zu finden. Ich sollte nicht stagnieren, und die Dinge auf andere Tage, oder spätere Zeiten verschieben.

Ich könnte auch ein neues privates Projekt versuchen. Vielleicht mache ich mich nebenbei Selbstständig. Oder ich betreibe einfach so eine kleine Homepage über meine Hobbies, oder einfach nur über Nonsense. Wer weiss, was daraus werden kann.

Die Arbeit

Neben den ganzen neuen Möglichkeiten mir mein Leben interessanter zu gestalten, sollte ich jedoch die tatsächliche Arbeit nicht vernachlässigen. Es gibt nunmal Dinge, die getan werden müssen. Jetzt weiss ich aber, wie ich sie mir leichter gestalte. Und vielleicht habe ich nun keine Probleme mehr damit, sie zu beenden. Wenn ich Spaß an der Arbeit empfinde, steckt es die Kollegen an, und die Arbeit wird angenehmer. Vielleicht werde ich dadurch produktiver, und kann sogar im Beruf aufsteigen.
Oder ich finde neue Energie, und neue Möglichkeiten mein Leben anders zu gestalten. Vielleicht möchte ich sogar den Beruf wechseln, und weiss nun was ich machen kann. Wenn ich Spaß am Leben habe, bin ich motiviert alle Dinge zu tun, die ich tun möchte.

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